Der Winter hat Europa fest im Griff und sorgt für erhebliche Probleme im Verkehr. In den Niederlanden ist der Zugverkehr aufgrund von Winterwetter und technischen Störungen nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Bis 10:00 Uhr wird kein Zug der niederländischen Bahn fahren, was für viele Reisende in der Region Amsterdam zu großen Unannehmlichkeiten führt. Die niederländische Eisenbahngesellschaft NS hat bereits vermeldet, dass die winterlichen Bedingungen, gepaart mit Computerproblemen, stark beeinträchtigend für den gesamten Verkehr sind. Internationale Zugverbindungen sind derzeit jedoch nicht betroffen, während der öffentliche Nahverkehr landesweit stark eingeschränkt ist, wie vienna.at berichtet.

Die winterlichen Verhältnisse haben auch gravierende Auswirkungen auf den Flugverkehr am Flughafen Schiphol in Amsterdam, wo rund 350 Flüge annulliert wurden. Diese Probleme am größten niederländischen Flughafen haben sich in den letzten fünf Tagen aufgrund von Schnee und Eis gehäuft. Auch am Montag sind dort etwa 700 Flüge ausgefallen, was die Lage weiter verschärft. In den Städten sind Unfälle und erhebliche Verspätungen auf den Straßen die Folge der widrigen Witterungsbedingungen. Die Behörden rufen die Bevölkerung dazu auf, möglichst zuhause zu bleiben, um Unfälle zu vermeiden, so tagesschau.de.

Wetterchaos in Europa

Diese winterlichen Probleme sind nicht auf die Niederlande beschränkt. In vielen anderen europäischen Ländern sind die Auswirkungen ähnlich gravierend. Schottland, Polen, die Slowakei und Tschechien verzeichnen ebenfalls extreme Wetterbedingungen mit starkem Schneefall und eisigen Temperaturen. In der österreichischen Westregion gilt eine Kältewarnung, die Temperaturen können auf bis zu minus 17 Grad fallen. Währenddessen werden in der tschechischen Gemeinde Kvila extreme Werte von minus 30,6 Grad Celsius gemeldet, was die Situation dort ebenso kritisch macht. In Bosnien und Herzegowina sind viele Flüge am Flughafen Sarajevo ausgefallen, was die Reisenden weiter unter Druck setzt, wie zdfheute.de berichtet.

In Frankreich haben die starken Schneefälle zu Flugausfällen an den Pariser Flughäfen Charles-de-Gaulle und Orly geführt, wo 15 Prozent der Flüge gestrichen wurden. Auch hier wurden die Autofahrer von Staus und einer drosselnden Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h betroffen, insbesondere rund um Paris, wo die Stau-Dimensionen Rekorde erreichen. In Deutschland, besonders in Nordrhein-Westfalen, sind die Straßen ebenfalls stark betroffen, mit Streu- und Räumfahrzeugen, die im Einsatz sind, während die Autos oft nur im Schritttempo vorankommen.

Ausblick und Warnungen

Die Wettervorhersagen für die kommenden Tage deuten auf eine Verschärfung der Situation hin. Für die Niederlande wird Glatteis sowie starker Schneefall in den nächsten Tagen vorhergesagt, was ebenfalls zu Schulschließungen in Utrecht führt. Die Reisenden in Europa bleiben in ständiger Alarmbereitschaft, während die in vielen Ländern geltenden Wetterwarnungen zusätzliche Herausforderungen bringen. Insbesondere die Reisenden, die auf Bahn- und Luftverkehr angewiesen sind, müssen sich auf weitere Störungen gefasst machen, die durch das winterliche Wetter verursacht werden.