In der Nacht kam es in der Ukraine zu erneut schweren Angriffen auf Kiew und Charkiw. Mindestens zwei Raketen trafen die östliche Stadt Charkiw, wo Bürgermeister Ihor Terechow von einem „Massenangriff“ mit Kampfdrohnen berichtete. Gouverneur Oleh Synjehubow bestätigte die Angriffe und berichtete von Explosionen in Charkiw sowie in den umliegenden Vororten. Während bisher keine Informationen über mögliche Opfer oder Schäden vorliegen, erhöht sich die Besorgnis über die Situation in der Region.
In Kiew warnte der Militärverwalter Tymur Tkatschenko vor bevorstehenden Angriffen mit ballistischen Raketen. Es gab mehrere Explosionen in der Hauptstadt, und unbestätigte Berichte sprechen von Angriffen auf zwei Wärmekraftwerke. Diese jüngsten Attacken sind Teil einer längerfristigen Strategie Russland, die darauf abzielt, gezielt die Energieinfrastruktur der Ukraine zu treffen.
Sicherheitslage und Energiekrise
Der Krieg in der Ukraine dauert nun bereits vier Jahre, während die Ukraine sich in der schwersten Energiekrise seit Beginn des Konflikts befindet. Besonders in Zeiten extremen Frosts ist die Lage kritisch. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte in einer Videobotschaft versichert, dass die Energieversorger in Kiew daran arbeiten, die Stromversorgung schnellstmöglich wiederherzustellen. Nach einem großen Stromausfall waren bis zu 3.500 Häuser in verschiedenen Stadtteilen der Hauptstadt ohne Heizungsversorgung.
Laut Selenskyj gibt es derzeit keine Hinweise auf externe Einmischung oder Cyberangriffe als Ursache für die Probleme. Der Präsident kündigte an, dass die Energieversorgung bis morgen früh wiederhergestellt werden solle. Belieferung durch Leitungen aus Rumänien und Moldau war schließlich ausgefallen.
Politische Verhandlungen und internationale Reaktionen
Trotz der heftigen Angriffe bereiten sich Vertreter Russlands und der Ukraine auf eine Verhandlungsrunde über ein mögliches Ende des Krieges vor, die am Mittwoch und Donnerstag in Abu Dhabi stattfinden soll. Es hatte zuletzt auch Berichte gegeben, dass US-Präsident Donald Trump von Wladimir Putin eine Zusage erhalten habe, die Angriffe auf Energieanlagen in der Ukraine zu pausieren. Diese Zusage wurde von Moskau zunächst bestätigt, jedoch scheinen die jüngsten Angriffe darauf hinzudeuten, dass die Feuerpause beendet ist.
Selenskyj vermerkte, dass die Zahl der Angriffe auf Energieanlagen insgesamt zurückgegangen sei, jedoch weiterhin Beschuss in frontnahen Gebieten stattfindet. Dies wird durch die Tragödien der letzten Tage unterstrichen: In Donezk starben ein Vater und sein volljähriger Sohn durch den Einschlag einer Bombe auf ein Wohnhaus, während eine 38-jährige Frau bei einem Drohnenangriff nahe Saporischschja getötet wurde.
Die Entwicklungen in der Ukraine bleiben besorgniserregend. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete, dass die Metro in der Hauptstadt nach dem Ausfall wieder in Betrieb genommen wurde. Die Ukraine bleibt weiterhin in engem Kontakt mit den USA, während sie sich auf die bevorstehenden Gespräche vorbereitet und darauf wartet, weitere Details zu erhalten.
Die Situation bleibt in Bewegung, und die kommenden Tage könnten entscheidend für die weitere Entwicklung im Konflikt sein. Die Hoffnung auf ein Ende der Gewalt hält an, selbst amid heftiger Rückschläge und Herausforderungen.
Kleine Zeitung berichtet, dass …
RND meldet, dass …
MDR berichtet, dass …