
US-Präsident Donald Trump äußerte sich kürzlich auf seiner Plattform „Truth Social“ empört über ein Porträt von ihm, das im Kapitol von Colorado ausgestellt ist. Er bezeichnete das offizielle Gemälde, das neben Darstellungen anderer US-Präsidenten zu sehen ist, als „absichtlich verzerrt“ und fand die künstlerische Umsetzung so schlecht, dass er etwas Vergleichbares „vielleicht noch nie gesehen“ habe. Trump kritisierte die Darstellung, die ihn mit einem aufgedunsenen Gesicht und einem leeren Ausdruck zeigt, und betonte, dass er lieber kein Bild von sich haben würde als dieses.
Zusätzlich äußerte er, dass sich viele Menschen in Colorado über das Porträt beschwert hätten und einige sogar „wütend“ darüber sind. In seinen Ausführungen am 24. März 2025 richtete Trump auch Kritik an dem demokratischen Gouverneur von Colorado, Jared Polis, und bezeichnete ihn als „extrem schwach bei der Verbrechensbekämpfung“. Trump nahm zudem Bezug auf die Gang Tren de Aragua, die Berichten zufolge die Stadt Aurora übernommen habe.
Kriminalität durch Gangs
Die Gang Tren de Aragua, die 2012 in Venezuela gegründet wurde, steht zunehmend im Fokus der Behörden in New York City. Diese Organisation ist in viele kriminelle Aktivitäten verwickelt, darunter Raubüberfälle, Drogenhandel und Menschenhandel, und dehnt ihre Operationen zunehmend auch international aus. Laut Informationen der NYPD hat es über die letzten Monate hin, eine besorgniserregende Zunahme von Raubüberfällen gegeben, insbesondere durch Moped-Räuber, die mit der Gang in Verbindung gebracht werden.
Von April 2023 bis Januar 2024 wurden 160 Raubüberfälle registriert, ein erheblicher Anstieg im Vergleich zu 62 im Vorjahr. Die Täter nutzen Mopeds, um Wertsachen von ihren Opfern zu stehlen – häufig sind Handys das Ziel, da diese Zugang zu Bankkonten ermöglichen. In einem erschreckenden Vorfall wurde eine 62-jährige Frau während eines Überfalls mitgerissen. Kolumbien und Venezuela sind die Zielorte für gestohlene Handys, die dort für bis zu 1.500 Dollar verkauft werden können.
Globale Herausforderungen
Trump trat auch in einer Videokonferenz beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos auf und kündigte an, energisch gegen Migration, Kriminalität und Inflation vorzugehen. Er forderte Unternehmen auf, ihre Produkte in den USA zu produzieren, andernfalls müssten sie mit hohen Zöllen rechnen. Der Ex-Präsident lobte eine geplante Investition Saudi-Arabiens von 600 Milliarden Dollar in die USA und kritisierte, dass Europa unfair mit den USA umgehe.
In seinen Aussagen betonte er zudem die Wichtigkeit der Deregulierung und sprach sich gegen die bürokratischen Prozesse der EU sowie gegen die Förderung von Elektroautos aus. Trump sieht die großen Ölreserven der USA als Schlüssel zur Senkung der Energiepreise und warnte die OPEC-Staaten vor einer Preiserhöhung.
Die in den letzten Tagen aufgeworfenen Themen, von Trumps Reaktionen auf das Porträt bis hin zur Bedrohung durch kriminelle Organisationen in den USA, spiegeln die komplexen Herausforderungen wider, mit denen die amerikanische Gesellschaft konfrontiert ist. Es bleibt abzuwarten, wie die Verantwortlichen auf diese Herausforderungen reagieren werden.
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