US-Präsident Donald Trump hat erneut seine Forderung bekräftigt, Grönland an die Vereinigten Staaten zu übertragen. Diese Äußerungen werden beim bevorstehenden Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos im Mittelpunkt seiner Gespräche stehen. Trump bezeichnet Grönland als entscheidend für die nationale und weltweite Sicherheit und erklärt, Dänemark sei nicht in der Lage, das Territorium zu schützen: „Wir müssen es haben“, wie er selbst formuliert. Neben seinen wiederholten Ansprüchen auf Grönland hat Trump auch angedeutet, dass er militärische Gewalt nicht ausschließt, um seine Ziele zu erreichen. https://www.vienna.at
Dänemark hat unterdessen eine NATO-Mission in der Arktis vorgeschlagen, um Trump von seinen Übernahme-Plänen abzubringen. Dies wurde nach einem Treffen in Brüssel mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte diskutiert. Dänemarks Verteidigungsminister, Troels Lund Poulsen, betont die Rolle der USA für die europäische Sicherheit, weist jedoch darauf hin, dass einige von Trumps Äußerungen als schmerzhaft empfunden werden. Details zur geplanten NATO-Mission wurden bisher nicht bekannt gegeben. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Dänemark haben Soldaten nach Grönland entsandt, um die Sicherheitslage zu erkunden. Trump hat in diesem Zusammenhang auch gedroht, Strafzölle gegen diese Länder einzuführen, sollte Widerstand gegen seine Pläne zur Übernahme Grönlands geleistet werden. https://www.tagesschau.de
Geopolitische Spannungen in der Arktis
Die Situation in der Arktis wird durch die militärische Präsenz Russlands verschärft. Laut Dr. Michael Paul, einem Experten für Arktisfragen, hat Russland dort ein deutliches Übergewicht. Mit mehr als 40 Eisbrechern gegenüber nur zwei der USA rüstet Russland seit 2007 auf und hat seine militärischen Fähigkeiten in der Region erheblich modernisiert. Trotz der wachsenden geopolitischen Spannungen haben die USA und Europa wenig unternommen, um ihren eigenen militärischen Einfluss in der Arktis auszubauen.
Die Sorgen über mögliche aggressive Aktionen von Russland oder China sind gewachsen. Dr. Paul weist darauf hin, dass diese Länder theoretisch in der Lage sind, Marschflugkörper oder Hyperschallraketen vom Nordpolarmeer aus in Richtung USA abzufeuern. Trotz dieser Bedrohungen meint Paul, dass die USA Grönland nicht zwingend benötigen, um sich davor zu schützen. Stattdessen empfiehlt er einen Ausbau und eine Modernisierung der US-Streitkräfte in der Arktis, um auf die wachsenden Herausforderungen in dieser strategisch wichtigen Region zu reagieren. https://zdfheute-stories-scroll.zdf.de