Jacques Moretti, der Betreiber der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana, wurde kürzlich nach der Zahlung einer Kaution von 200.000 Schweizer Franken (ca. 215.000 Euro) aus der Untersuchungshaft entlassen. Diese Entscheidung des Gerichts im Kanton Wallis erfolgte nach einer schweren Brandkatastrophe, die in der Silvesternacht 40 Menschenleben forderte und 116 weitere Personen teils schwer verletzte. Zusammen mit seiner Frau, Jessica Moretti, wird gegen ihn wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung ermittelt, während die Staatsanwaltschaft auch eine mögliche Ausweitung der Anklagen auf weitere Personen nicht ausschließt. Wie tagesschau.de berichtet, kam Moretti unter bestimmten Auflagen auf freien Fuß, um einer möglichen Flucht vorzubeugen. Zu diesen Auflagen gehören die Hinterlegung von Ausweis- und Aufenthaltsdokumenten, ein Ausreiseverbot und eine tägliche Meldung bei der Polizei.
Die Kaution wurde von einem anonymen Uhren-Erben aus einer wohlhabenden Uhrenfamilie in der Schweiz bezahlt, der eng mit Jacques Moretti verbunden ist. Beide Männer teilen eine Leidenschaft für historische Fahrzeuge und haben gemeinsam an einer Oldtimer-Rallye auf Korsika teilgenommen. Insgesamt wurde eine Kaution von 400.000 Schweizer Franken aufgebracht, wobei zusätzlich 200.000 Franken für Jessica Moretti bereitgestellt wurden, wie oe24.at berichtet.
Hintergründe zur Brandkatastrophe
Der verheerende Brand in der Bar „Le Constellation“ stellt einen der schlimmsten Vorfälle dieser Art in der jüngeren Geschichte der Schweiz dar. In Anlehnung an tagesschau.de wurde der Betreiber zunächst festgenommen. Bei den Ermittlungen zur Brandursache geht es nicht nur um fahrlässige Tötung, sondern auch um fahrlässige Körperverletzung und Brandstiftung.
Laut Berichten über die Brandgefahr in der Schweiz, stellt der Vorfall eine alarmierende Erinnerung an die Risiken dar, die in Gastronomiebetrieben existieren. Statistiken zeigen, dass zwischen 2015 und 2024 im Durchschnitt etwa 11.000 Fälle von Brandschäden pro Jahr registriert wurden, die zu entschädigungsfreien Verlusten in Höhe von insgesamt rund 325 Millionen Franken jährlich führten. Trotz eines Anstiegs des Gebäudeversands in der Schweiz, fiel die Schadenssumme in den letzten Jahren leicht. Dies könnte auf ein zunehmendes Bewusstsein für Brandgefahren und die Einführung besserer Sicherheitsvorkehrungen zurückzuführen sein, die vom Bundesamt für Feuerwehr und Brandschutz gefördert werden.