
Am Mittwoch, den 2. April 2025, ereignete sich in Hägglingen, Schweiz, ein bedauerlicher Verkehrsunfall, bei dem ein 14-jähriger Traktorlenker verletzt wurde. Der Vorfall geschah kurz vor 20.00 Uhr, als der junge Fahrer in Richtung Dorfzentrum fuhr und auf einen Kiesplatz lenkte. Dabei kollidierte er mit zwei Sachentransportanhängern, was dazu führte, dass der Traktor umkippte. Der Jugendliche musste daraufhin ins Spital gebracht werden, während der Sachschaden sowohl am Traktor als auch an den beteiligten Fahrzeugen beträchtlich war. Die Kantonspolizei Aargau ist nun dabei, den Unfallhergang zu prüfen. Der Führerausweis des Lenkers wurde von der Polizei abgenommen und an die Entzugsbehörde übergeben, da in der Schweiz Personen ab 14 Jahren den Führerausweis der Kategorie G erwerben dürfen. Diese Kategorie erlaubt das Fahren von land- und forstwirtschaftlichen Motorfahrzeugen mit einer maximalen Geschwindigkeit von 30 km/h. Üblicherweise steuern Jugendliche Traktoren in landwirtschaftlichen Betrieben, was den Unfall für viele in der Region besonders tragisch macht.
Unfallanalyse und Sicherheitsproblematik
Die Gefahren, die mit dem Fahren von landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Maschinen verbunden sind, werfen ein Schlaglicht auf die Sicherheitslage in der Landwirtschaft. Laut Schweizer Bauer haben Fahrzeuge in diesem Sektor eine hohe Unfallrate, was diese Branche als eine der gefährlichsten gelten lässt. Ruedi Burgherr, der Chef der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL), machte deutlich, dass zwischen 1996 und 2017 insgesamt 944 tödliche Unfälle in der Landwirtschaft registriert wurden. Rund die Hälfte dieser Todesfälle war die Folge von Unfällen im Umgang mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Maschinen.
Obwohl die Anzahl tödlicher Arbeitsunfälle im letzten Jahr einen Tiefststand erreichte, bleibt die Landwirtschaft weiterhin gefährlich. Burgherr berichtet von einem Rückgang der Anzahl an Bauern, was als Beitrag zur Senkung der Unfallwahrscheinlichkeit betrachtet werden kann. Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit in diesem Bereich umfassen unter anderem die Einführung von Fahrerschutz für alle Traktoren und die Verpflichtung zum Tragen von Sicherheitsgurten, auch bei langsamer Fahrt.
Maßnahmen zur Unfallverhütung
Die BUL schlägt zudem vor, Sicherheitskonzepte für Betriebe mit Angestellten zu verpflichten, während Familienbetriebe davon ausgenommen sind. Häufige Unfallursachen sind nicht nur fehlende Geländer, die zu Stürzen führen, sondern auch Fehlverhalten und mangelnde Achtung der Sicherheitsvorschriften. Bei einem Großteil der Unfälle sind technische Mängel nicht verantwortlich, sondern die Fehler der Fahrer. Die Sicherheitslage könnte durch bessere Ausstattungen von Fahrzeugen, wie spiegeln und Kindersitzen, weiter verbessert werden.
Die Tragödie in Hägglingen mag als mahnendes Beispiel dienen, um die Aufmerksamkeit auf die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen in der Landwirtschaft zu lenken und den verantwortungsvollen Umgang mit Fahrzeugen zu fördern. Fachkundige Schulungen und ein erhöhtes Sicherheitsbewusstsein sind entscheidend, um zukünftige Unfälle zu vermeiden. Die BUL und andere Institutionen arbeiten kontinuierlich daran, die Sicherheit in der Landwirtschaft zu verbessern und somit die Unfallzahlen zu senken.
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