In der Silvesternacht kam es zu einer tragischen Brandkatastrophe in Crans-Montana, die das Leben von 40 Menschen forderte, darunter der 18-jährige Schweizer Kartfahrer Joaquim van Thuyne. Van Thuyne, ein aufstrebendes Talent im Kartsport, war mit seiner Juniorenmannschaft des FC Lutry in der Bar „Le Constellation“ und wurde zum Opfer des verheerenden Brandes, der während ihres Team-Ausflugs ausbrach. Die internationale Motorsport-Community zeigt sich tief betroffen und spricht der Familie sowie den Freunden und Teamkollegen von Joaquim ihr Beileid aus. Die FIA (Fédération Internationale de l’Automobile) bestätigte seinen Tod und würdigte den jungen Sportler für sein Engagement und seine Menschlichkeit.

Joaquim van Thuyne hatte zuletzt einen bemerkenswerten zehnten Platz bei der X30 Challenge Switzerland erreicht und war ein aktives Mitglied des Swiss Hutless Racing Teams. Seine Motorsportkarriere begann er im Jahr 2021 in Lyss und nahm an mehreren Rennen der Kappelen Trophy teil. Ab 2024 war er Teil des Young Drivers Projekts von Auto Sport Schweiz, wo ihm sein freundliches und vorbildliches Auftreten besonders auffiel. Neben dem Kartsport war Joaquim auch im Fußball aktiv und spielte in der B-Junioren-Mannschaft des FC Lutry. Er war hin- und hergerissen zwischen seiner Leidenschaft für Fußball und Kartfahren und hatte noch keine Entscheidung getroffen, welchem Sport er mehr Aufmerksamkeit schenken wolle.

Umfang der Tragödie

Das Unglück in Crans-Montana hat nicht nur Joaquims Familie, sondern auch die gesamte Motorsportgemeinschaft erschüttert. Auto Sport Schweiz drückt sein Beileid nicht nur der Familie von Joaquim aus, sondern allen Betroffenen dieser Tragödie. Es wird befürchtet, dass die Auswirkungen des Brandes in der Gemeinde und darüber hinaus noch lange zu spüren sein werden.

Die Brandursache bleibt bislang unklar, und die Ermittlungen dauern an. Die Tragödie wirft einmal mehr Fragen zur Sicherheit bei Veranstaltungen im Motorsport auf. In diesem Zusammenhang beschäftigt sich auch die Stiftung für Sicherheit im Motorsport mit der Entwicklung neuer Sicherheitsstandards. Ziel dieser Initiativen ist es, die Sicherheit im Motsportrennfahrtsporter zu erhöhen und potenzielle Gefahren zu minimieren.

Diese Stiftung arbeitet eng mit dem DMSB (Deutscher Motor Sport Bund) zusammen, um sicherheitsrelevante Standards zu entwickeln und bestehende Systeme zur Unfallüberwachung zu verbessern. In den kommenden Jahren soll ein umfassendes Monitoringsystem zur Analyse von Unfällen und zur Identifikation von Schwachstellen im Bereich der Sportunfallprävention eingeführt werden. Langfristig soll dies zu einer Erhöhung der Sicherheit und Nachhaltigkeit im Motorsport führen.

Die gesamte Motorsportgemeinschaft trauert um Joaquim van Thuyne und wird seine Passion und sein Talent nie vergessen.