Am 5. Februar 2026 ereignete sich im österreichischen Kaprun ein tragischer Vorfall, bei dem ein 31-jähriger schwedischer Soldat ums Leben kam. Der Mann war Teil einer Heeresbergführerausbildung des Österreichischen Bundesheers und befand sich mit drei Lehrgangsteilnehmern und einem Ausbilder in der Nähe des „Schranbach-Eisfalls“. Während sie sich im flachen Gelände aufhielten, löste sich ein großer Eiszapfen und traf den Schweden, was zu seinen schweren Verletzungen führte. Leider verstarb er noch am Unfallort, während die anderen Gruppenmitglieder rechtzeitig ausweichen konnten und unverletzt blieben. Die Soldaten setzten sofort die Rettungskette in Gang, doch der zur Hilfe gerufene Rettungshubschrauber kam zu spät, um noch helfen zu können. Die Alpinpolizei hat mittlerweile Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen, um die Umstände des Unglücks näher zu beleuchten.

In den ersten Februartagen gab es in den Bergen vermehrt Unfälle. Am 12. Februar 2026 verletzten sich beispielsweise drei Skitourengeher während einer Ausbildungstour im Bereich der Maroiköpfe durch einen Lawinenabgang. Zwei der drei Verunglückten erlitten dabei teils schwere Verletzungen. Zudem gab es an dem selben Tag einen schweren Sturz eines deutschen Bergsteigers bei seinem Aufstieg zur Berliner Spitze, der auf einem eisigen Gelände rund 40 Meter fiel und ebenfalls per Hubschrauber geborgen werden musste.

Steigende Unfallzahlen und Herausforderungen für die Bergwacht

Die Vorfälle der letzten Monate deuten auf eine besorgniserregende Zunahme von Bergunfällen hin. Nicht nur Unerfahrene, sondern auch erfahrene Bergsteiger sind oft von Unglücken betroffen, die durch Gesteinsgefälle oder Lawinen verursacht werden können. Die Bergwacht, die für Rettungseinsätze in den Gebirgen verantwortlich ist, war auch in diesen Fällen gefordert. Besonderheiten von Rettungsaktionen in Gebirgen sind häufig die schwierigen und unsicheren Bedingungen, unter denen die Rettungskräfte arbeiten müssen. Das Risiko von Abrutschen von Steinen stellt eine zusätzliche Gefahr für sowohl die Verunglückten als auch die Bergretter dar.

Die Alpine-Polizei führt aktuelle Ermittlungen zu den Unglücken und Sicherheitsvorkehrungen durch. Der jüngste Vorfall mit dem schwedischen Soldaten erinnert an die große Gefährdung, der Bergsteiger ausgesetzt sind, und an die Notwendigkeit von mehr Sicherheitsmaßnahmen und Aufklärung über die Risiken beim Bergsteigen. Viele Wanderer unterschätzen oft die Gefahren und begeben sich auf Risikostrecken ohne ausreichende Vorbereitung.

Die Bergwacht betont auch, dass eine Vielzahl von Unfällen in beliebten Regionen wie Bayern, der Sächsischen Schweiz und den Alpen, einem der Hauptziele für Bergsteiger, auftritt. Es ist von größter Bedeutung, sich der Gefahren bewusst zu sein und stets angemessen vorbereitet zu sein, um das Risiko von Unfällen in der Natur zu minimieren.