Am 5. Februar 2026 sorgte die Selektion für die Olympia-Abfahrt der Männer für Aufregung. Stefan Rogentin hat sich den letzten Startplatz für das bevorstehende Rennen am Samstag in Bormio gesichert, während sein Teamkollege Niels Hintermann nicht ausgewählt wurde. Hintermann hatte zuvor in der Medienberichterstattung durch kritische Äußerungen Aufsehen erregt und sich dafür persönlich bei Trainer Alexis Monney sowie dem Trainer-Team und der Verbandsspitze entschuldigt. Er sprach von irrationaler Wut als Beweggrund für seine Äußerungen und zeigte Bedauern über die Auswirkungen, die seine Worte hatten.

Rogentin setzte sich im internen Duell gegen Hintermann im zweiten Abfahrtstraining durch. In der entscheidenden Phase, der vierten Zwischenzeit, war Rogentin um 43 Hundertstelsekunden schneller und konnte bereits in der ersten Hälfte des Trainings deutlich aufholen, obwohl Hintermann in den letzten Sekunden noch einmal aufschloss und insgesamt den neunten Platz belegte. Die Trainer entschieden jedoch, dass die vierte Zwischenzeit bei dieser Qualifikation entscheidend zu werten war, was zu Rogentins Erfolg führte, der schon vor dem Training für die Abfahrt gesetzt war, zusammen mit Marco Odermatt und Franjo von Allmen.

Training und entscheidende Momente

Das Swiss-Ski-Trainerteam hatte vor dem zweiten Training festgelegt, dass die vierte Zwischenzeit ausschlaggebend für die Auswahl des Fahrers ist. Obwohl Hintermann in der Gesamtzeit des Trainings einen besseren Platz belegte, hatte die Entscheidung der Trainer weitreichende Konsequenzen. Rogentin, der sich sicher das Startticket erkämpft hat, erzielte eine Zeit, die in der Summe besser war und die Trainer von seiner Auswahl überzeugte, während Hintermann die Situation ohne Groll akzeptierte und die Leistung seines Kollegen lobte.

Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo markierten die 25. Teilnahme der Schweiz an diesem prestigeträchtigen Wettbewerb. Insgesamt wurden 175 Athletinnen und Athleten selektioniert, um das Land in verschiedenen Disziplinen zu vertreten. Diese enorme Delegation umfasst 84 Frauen und 91 Männer, wobei unter anderem Muswama Kambundji als Ersatzanschieberin antritt. Zudem haben sich die Männer- und Frauennationalmannschaften im Eishockey aufgrund ihrer Position in der IIHF-Weltrangliste qualifiziert, wobei die endgültigen Kader erst früh im Jänner bekannt gegeben wurden.

Ausblick auf das Rennen

Das spannende Rennen um die Medaillen in der Abfahrt findet am Samstag um 11:30 Uhr in Bormio statt. Stefan Rogentin und seine Teamkollegen werden alles geben, um bei den Olympischen Spielen ihr Bestes abzurufen. Hintermann wird am Wochenende abreisen und hat nicht mit einem Einsatz in der Team-Kombination gerechnet, nachdem die Entscheidungen bezüglich der Kader getroffen wurden.

Für die Athleten, die es ins Team geschafft haben, ist die Vorfreude riesig, während das gesamte Land gespannt auf die Wettbewerbe blickt und die Athleten anfeuert.