US-Präsident Donald Trump hat am 7. Februar 2026 während eines Fluges zu seinem Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida seine Zuversicht für eine Einigung mit Iran geäußert. Er sieht gute Möglichkeiten für eine Verständigung und betont, dass der Iran an einem Deal interessiert sei. Laut vienna.at sollen die nächsten Gespräche „Anfang der kommenden Woche“ stattfinden. Die amerikanische Regierung hat den Druck auf Teheran in den vergangenen Wochen erhöht, was unter anderem Drohungen mit einer möglichen Militärintervention und die Entsendung des Flugzeugträgers „USS Abraham Lincoln“ in den Persischen Golf umfasst.
Das Klima der Verhandlungen wird als „sehr positiv“ beschrieben, so der iranische Außenminister Abbas Araqchi. In Maskat, der Hauptstadt des Oman, konzentrieren sich die Gespräche ausschließlich auf die Atomfrage. Die USA fordern zudem, dass die Unterstützung Irans für Milizen und sein ballistisches Raketenprogramm thematisiert wird. Dabei handelt es sich um indirekte Gespräche, die über Vermittler aus Oman stattfinden.
Verhandlungen im Oman
Ein Treffen zwischen iranischen und US-amerikanischen Vertretern, bei dem die Atomgespräche im Mittelpunkt stehen, ist für Freitag im Oman angesetzt. Laut tagesschau.de wird der Außenminister Abbas Araqchi an den Gesprächen teilnehmen und hat sich bereits bei Oman für die Vorbereitungen bedankt. Trotz vorheriger Berichte über mögliche Streitigkeiten und Absagen hat die US-Regierung die Zustimmung zur Verlegung der Gespräche von der Türkei in den Oman gegeben.
In den Gesprächen könnten auch Vorschläge aus Russland diskutiert werden. Diese wurden kürzlich erarbeitet und könnten sowohl für den Iran als auch für die USA akzeptabel erscheinen. Hamidreza Azizi, ein Experte für iranische Außen- und Sicherheitspolitik, hebt hervor, dass die iranische Seite grundsätzlich bereit ist, sich auf einen Kompromiss einzulassen. Laut dw.com sind rund 400 Kilogramm hoch angereichertes Uran ein zentraler Streitpunkt, der seit einem amerikanischen Angriff auf iranische Atomanlagen im Juni im Fokus steht.
Herausforderungen und Perspektiven
Die USA drängen darauf, dass Iran seine Urananreicherung einstellt und sein Raketenprogramm in den Griff bekommt. Trump hatte zuvor den iranischen Führer Ajatollah Ali Chamenei mit Drohungen konfrontiert, ohne spezifische Gründe zu nennen. Dennoch zeigt Iran eine Verhandlungsbereitschaft im Atomstreit, auch wenn es die US-Forderungen als Eingriffe in seine Souveränität zurückweist.
Die Hintergründe der Gespräche sind komplex. Der Iran sucht dringend nach einem Ausweg aus der angespannten sicherheitspolitischen Lage, insbesondere nach der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten im eigenen Land. Über 100 Menschen starben in diesen Unruhen. Trump hatte in der Vergangenheit die Demonstrierenden unterstützt und signalisiert, dass er an einer Einigung mit der iranischen Führung interessiert sei, um Konflikte zu vermeiden.
Die Verhandlungen in Oman könnten die Chance bieten, eine drohende Eskalation zwischen Iran und den USA abzuwenden und mögliche Fortschritte in der geopolitischen Lage zu erzielen. Dennoch bleibt abzuwarten, ob es den Akteuren gelingt, die tief verwurzelten Differenzen zu überbrücken und zu einer nachhaltigen Lösung zu gelangen.