
Am Morgen des 5. April 2025 berichtete das ukrainische Militär über einen verheerenden Raketenangriff in Krywyj Rih, der Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj. In diesem Angriff, der ursprünglich von Russland als gezielter Schlag gegen ukrainische Soldaten deklariert wurde, wurden mindestens 18 Menschen getötet, darunter neun Kinder. Zudem wurden mehrere Dutzend weitere Personen verletzt, wie die ukrainischen Behörden bestätigten. Der Generalstab des ukrainischen Militärs wies die russischen Behauptungen als Falschinformationen zurück und merkte an, dass die Rakete tatsächlich ein Wohngebiet mit einem nahen Spielplatz getroffen habe, was die katastrophalen Folgen des Angriffs verdeutlicht.
Russland meldete dagegen, dass bei diesem "Hochpräzisionsschlag" ein Restaurant, in dem sich ukrainische Kommandeure aufhielten, getroffen worden sei. Moskau behauptete zudem, in dem Angriff 85 ukrainische Soldaten und ausländische Offiziere getötet sowie 20 Militärfahrzeuge zerstört zu haben. Der ukrainische Präsident Selenskyj forderte verstärkten Druck auf Russland und appellierte an die internationale Gemeinschaft, eine Waffenruhe zu erwirken. Er betonte, dass Russland kein Interesse an einer Feuerpause habe und rief zu einem Ende des Krieges und der damit verbundenen Terrors auf.
Entwicklung der Situation in Krywyj Rih
Krywyj Rih ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs regelmäßigen Angriffen ausgesetzt. Der Ort liegt etwa 60 Kilometer nordwestlich der Frontlinie und hatte vor dem Krieg mehr als 600.000 Einwohner. Nur wenige Tage vor dem aktuellen Vorfall waren bei einem weiteren Angriff vier Menschen ums Leben gekommen. Dies unterstreicht, dass die Gefährdung der Zivilbevölkerung in dieser Region weiterhin hoch ist und die Angriffe auf zivil genutzte Infrastruktur anhalten.
Die UN berichtet über die alarmierenden Zahlen zivilen Leidens im Ukraine-Krieg: Nahezu 6900 Zivilisten wurden getötet, darunter etwa 400 Kinder. Viele dieser Todesfälle sind das Ergebnis von Angriffen mit explosiven Waffen, deren Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung verheerend sind. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, rief zur Strafverfolgung der Verursacher von Kriegsverbrechen auf und forderte, dass diese nicht straffrei bleiben sollten. In der Ukraine werden derzeit rund 40.000 mutmaßliche Kriegsverbrechen von Strafverfolgungsbehörden untersucht.
Internationale Reaktionen und Perspektiven
Die Situation in der Ukraine zieht nicht nur national, sondern auch international Aufmerksamkeit auf sich. In Anbetracht der wiederholten Angriffe auf Zivilziele verlangen Akteure aus der Regierung und der Zivilgesellschaft verstärkten Druck auf Russland. Während die US-Regierung unter Donald Trump für eine schnellere Waffenruhe plädiert hatte, zeigt sich Moskau unnachgiebig und lehnt eine Feuerpause ohne Vorbedingungen ab. Die anhaltenden Gewaltakte werfen dunkle Schatten auf die Friedenssuche und die zukünftige Stabilität in der Region.
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