Am 13. Jänner 2026 haben die russischen Streitkräfte einen großangelegten Angriff auf militärisch-industrielle Anlagen in der Ukraine gestartet. Diese Offensive wird als Vergeltung für vorherige ukrainische Angriffe auf die russische zivile Infrastruktur gedeutet, wie Krone berichtet. Der militärische Schwerpunkt des Angriffs liegt auf Energieinfrastruktur und Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes, wobei bodengestützte Präzisionswaffen eingesetzt werden.
Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Kreml beschuldigt, die winterlichen Bedingungen als Waffe zu nutzen. Die Nachttemperaturen in der Ukraine sind mittlerweile in den zweistelligen Minusbereich gesunken. Zudem äußerte Selenskyj seine Besorgnis über mögliche großangelegte Luftangriffe aus Moskau, insbesondere mit Drohnen und Raketen.
Folgen für die Zivilbevölkerung
Die Bevölkerung der Ukraine wird eindringlich aufgefordert, den Luftalarm ernst zu nehmen. In einem russischen Angriff am Stadtrand von Charkiw sind vier Menschen gestorben und sechs weitere verletzt worden. Eine Langstreckendrohne traf zudem eine medizinische Einrichtung für Kinder in Charkiw, glücklicherweise ohne Verletzte zu fordern. Dennoch erlitten die Zivilisten erhebliches Unheil; der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechow, beschrieb den Angriff als „massiv“, bei dem in der Nacht mindestens vier Menschen getötet und 17 weitere, darunter zwei Kinder, verletzt wurden, wie Tagesschau berichtet.
In der Region Saporischschja wurden Explosionen gehört, während die Bewohner Kiews vor laufenden russischen Angriffen mit ballistischen Raketen gewarnt wurden. In dieser angespannten Situation gab es auch Meldungen über Verletzte in Cherson, wo eine 61-jährige Frau starb und eine weitere Person verletzt wurde.
Internationale Reaktionen und Gespräche
Trotz der andauernden Angriffe finden an anderer Stelle Gespräche in Genf statt, die sich um einen 28-Punkte-Plan zur Beendigung des Konflikts drehen. Dieser Plan, der ursprünglich Moskau in zentralen Forderungen entgegenkam, unterliegt nun Veränderungen, die auch die Wünsche der Ukraine und der europäischen Länder berücksichtigen sollen. Trotz dieser Bemühungen bleibt unklar, ob Frieden in naher Zukunft möglich ist; der Krieg dauert mittlerweile 1.418 Tage an, ohne signifikante Erfolge für Russland zu verzeichnen, berichtet Zeit.
Präsident Selenskyj hat zudem die Führung des Sicherheitssektors in der Ukraine ausgetauscht, was als Vorbereitung auf gescheiterte Friedensgespräche interpretiert wird. Die Außenminister verschiedener europäischer Länder, darunter auch Deutschland, betonen die Notwendigkeit, Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu bieten. Diese politischen Entwicklungen stehen im stark kontrastierenden Hintergrund eines andauernden Krieges, der das Land in eine humanitäre Krise gestürzt hat.