Die NASA hat ihre Pläne für den Bau eines Atomreaktors auf dem Mond an diesem Sonntag bekräftigt. Laut einer Ankündigung von NASA und dem US-Energieministerium soll der Reaktor bis 2030 in Betrieb genommen werden. Die Initiative ist Teil des ambitionierten „Artemis“-Programms, das die Rückkehr von Menschen zum Mond zum Ziel hat. Dieses Programm soll nicht nur als Sprungbrett für zukünftige Mars-Missionen dienen, sondern auch den wachsenden Wettbewerb mit Ländern wie China im Bereich der Raumfahrt adressieren.
NASA-Chef Jared Isaacman erklärte, dass Kernenergie entscheidend für die zukünftigen Mondmissionen sei. Die Besorgung von Vorschlägen aus der Industrie für einen 100-Kilowatt-Reaktor wurde bereits initiiert, und es ist vorgesehen, diese innerhalb von 60 Tagen einzuholen. Dies zeigt, dass ein gewisses Maß an Dringlichkeit mit den Plänen verbunden ist, insbesondere angesichts der aktuellen Entwicklungen in der internationalen Raumfahrt.
Hintergrund des Vorhabens
Die Entwicklungen um die Mondinfrastruktur sind nicht isoliert zu betrachten. Russland hatte bereits vor einigen Jahren die Idee, einen Atomreaktor auf dem Mond zu errichten, und plant jetzt eine Kooperation mit China zur Konstruktion einer nuklearen Energieanlage, die zunächst auf der Erde getestet werden soll. Der geplante Bau eines Atomkraftwerks soll am Mondkrater Peary beginnen, sobald die Tests abgeschlossen sind. Dies unterstreicht den geopolitischen Wettbewerb in der Raumfahrt, wobei die erste Nation mit einem funktionsfähigen Reaktor auf dem Mond eine „Ausschlusszone“ ausrufen könnte, warnte die NASA.
Der Hintergrund dieser Eile ist auch die bevorstehende chinesische Mondmission, die für 2030 geplant ist. Mit der Initiative verfolgt die NASA das Ziel, der ersten bemannten chinesischen Mondlandung zuvorzukommen. Im Rahmen des Artemis-Programms wird außerdem die erste Mondlandung seit über 50 Jahren erwartet, für die die NASA zusammen mit internationalen Partnern wie der ESA, JAXA und CSA plant.
Details zum Artemis-Programm
Das Artemis-Programm wurde 2019 von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufen mit dem Ziel, eine Mondlandung bis 2024 zu realisieren. Aufgrund verschiedener Verzögerungen, wie etwa bei der Entwicklung der Landefähre und der Raumanzüge, wurde dieser Zeitrahmen jedoch auf 2027 verschoben. Die NASA plant, ab 2028 jährliche Mondexpeditionen durchzuführen und eine nachhaltige Präsenz auf dem Mond zu etablieren. Geplante Entwicklungen wie das Lunar Orbital Platform-Gateway (LOP-G) sollen dazu beitragen, die Mondmissionen langfristig abzusichern.
Anwendungen der NASA und technologische Fortschritte in diesem Bereich werden weiterhin von entscheidender Bedeutung sein, um die eigene Position im Wettlauf um den Mond und darüber hinaus zu festigen. Der Monat Jänner 2026 könnte dabei als ein bedeutender Wendepunkt in der Geschichte der Raumfahrt eingehen, wenn die ambitionierten Projekte der NASA frühzeitig umgesetzt und realisiert werden können.