Inmitten zunehmender Spannungen zwischen den USA und dem Iran hat der oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei vor den Konsequenzen eines möglichen US-Angriffs gewarnt. Er erklärte, dass der Iran keinen Krieg anstrebt, aber Angriffe mit einem „harten Schlag“ beantworten wird. Irans Präsident Massoud Pezeshkian hat mehrfach betont, dass eine friedliche Lösung des Konflikts mit den USA angestrebt wird, insbesondere nach Drohungen von US-Präsident Donald Trump. Der Iran hat als Reaktion auf die von der EU veranlasste Einstufung der Iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation die Streitkräfte der EU-Staaten ebenfalls als „terroristische Gruppen“ bezeichnet. Dies teilte er im Rahmen seiner Kritik an der EU mit, die er für das Anheizen von Konflikten in der Region verantwortlich machte, wie vienna.at berichtet.

Zusätzlich zu den laufenden politischen Spannungen verstärkt der Iran seine militärischen Vorbereitungen. So plant er Manöver im Persischen Golf, an denen auch China und Russland teilnehmen. Dies hat das US-Militär dazu veranlasst, vor provokativen Maßnahmen zu warnen und die eigene militärische Präsenz in der Region zu verstärken. Die US-Regierung führt zudem neue Drohungen gegen den Iran ins Feld und kündigte die Verlegung weiterer Kriegsschiffe in Richtung Iran an. Im Juni führte das US-Militär bereits Luftangriffe auf iranische Atomanlagen durch, während Israel einen Krieg gegen den Iran führte.

Diplomatische Bemühungen und Verhandlungsbereitschaft

Trotz der angespannten Lage zeigen sowohl die USA als auch der Iran Anzeichen für eine mögliche Deeskalation. US-Präsident Trump äußerte vor Kurzem, dass „Teheran redet mit uns“, und es gibt Hinweise darauf, dass Iran an Verhandlungen über sein Atomprogramm interessiert ist. Laut tagesschau.de hat Pezeshkian in einem Gespräch mit Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi die Notwendigkeit für diplomatische Prozesse betont.

Ali Larijani, Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats, meldete Fortschritte in den Verhandlungen, verteidigte jedoch auch das Recht Irans, militärische Übungen auf seinem Gebiet durchzuführen. Trump äußerte weiterhin Bedenken, dass Teheran möglicherweise insgeheim an einem Deal interessiert sei, war aber vorsichtig optimistisch und fragte sich, ob eine Einigung tatsächlich möglich sein könnte, andernfalls werde man sehen, „was passiert“.

Soziale Unruhen im Iran

Innerhalb des Iran wird die Situation von intensiven Protesten begleitet. Aktivisten berichten von einer höheren Anzahl an Toten während der Proteste, als die offiziellen Zahlen von 3.000, und fürchten, dass insgesamt über 25.000 Menschen ums Leben gekommen sein könnten. Die iranischen Sicherheitskräfte reagieren mit großer Härte und haben zehntausende Personen festgenommen. Diese sozialen Unruhen werden von der Regierung als eine wesentliche Herausforderung erachtet und könnten einen weiteren Komplex der Situation zwischen Iran und den USA darstellen, wie sich auch aus Berichten von zdf.de ergibt.