RusslandUkraine

Hegseth könnte wichtige Ukraine-Unterstützungssitzung überspringen

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth lässt die Ukraine-Konferenz in Brüssel aus – ein gewaltiger Wendepunkt in der Unterstützung für die Ukraine im Kampf gegen Russland!

Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wird voraussichtlich nicht an dem Treffen der Ukraine Defense Contact Group (UDCG) in Brüssel nächste Woche teilnehmen. Dies markiert das erste Mal seit der Gründung der Gruppe vor drei Jahren, bei der kein hochrangiger Pentagon-Beamter die USA vertreten wird, wie Quellen in der Nähe der Angelegenheit gegenüber CNN berichteten.

Rückzug der USA aus der Gruppe

Die USA ziehen sich seit Monaten schrittweise aus der UDCG zurück, die 2022 vom ehemaligen Verteidigungsminister Lloyd Austin nach Russlands Invasion ins Leben gerufen wurde. Ziel der Gruppe ist es, die Lieferung von Militärmaterial an die Ukraine zu optimieren, um die russischen Militärfortschritte zu stoppen.

Veränderungen in der Führungsstruktur

Während Austin oder ein hochrangiger Pentagon-Vertreter immer die monatlichen Treffen der Gruppe geleitet haben, hat Hegseth in den letzten Monaten diese Rolle an das Vereinigte Königreich übergeben. Dies geschah auch, während ein hochrangiger US-General den Gesetzgebern am Donnerstag mitteilte, dass es „sehr wichtig“ sei, „die Ukraine täglich auf dem Schlachtfeld zu unterstützen“, um den Druck auf Russland aufrechtzuerhalten.

Kurze Werbeeinblendung

Änderungen in der US-Position gegenüber Europa

Im Februar hatte Hegseth an einem UDCG-Treffen in den NATO-Hauptquartieren in Brüssel teilgenommen. Dort informierte er die Verbündeten, dass die USA nicht länger als Garanten für die europäische Sicherheit auftreten würden und dass es äußerst „unwahrscheinlich“ sei, dass die Ukraine jemals der NATO beitreten würde. Diese Aussage stellte einen dramatischen Wandel von der bisherigen US-Position dar, die darauf abzielte, dass die Ukraine eines Tages dem Bündnis beitreten würde.

Strategien der Trump-Administration

Die Trump-Administration hat in den letzten Monaten ihre militärische und nachrichtendienstliche Unterstützung für die Ukraine sporadisch aktiviert und deaktiviert, um Kiew zur Aufnahme von Verhandlungen zu bewegen. Die USA haben Russland bislang keine Strafen auferlegt, obwohl Moskau sich geweigert hat, einem Vorschlag des Weißen Hauses für einen 30-tägigen Waffenstillstand zuzustimmen und weiterhin Bedingungen für einen teilweisen Waffenstillstand im Schwarzen Meer stellt.

Politische Spannungen und Verhandlungen

Russland war ebenfalls nicht auf der Liste der Länder, auf die die Trump-Administration diese Woche Zölle verhängt hat. Trump hat am vergangenen Wochenende öffentlich gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin gewettert und Zölle auf Länder angedroht, die russisches Öl kaufen. Tage später hat er jedoch vorübergehend die Sanktionen gegen einen russischen Finanzier und Putins Vertrauten aufgehoben, um ihn diese Woche für Gespräche in Washington, D.C. zu empfangen. Dies ist das erste Mal, dass ein russischer Beamter seit Russlands Invasion der Ukraine im Jahr 2022 nach Washington gereist ist.

Russische Bedrohungen und internationale Reaktionen

Während der russische Verhandler Kirill Dimitriev in Washington, D.C. für Gespräche war, erklärte General Christopher Cavoli, der Chef des US-Europakommandos und Oberbefehlshaber der NATO, vor dem Kongress, dass Russland eine „chronische“ und „wachsende“ Bedrohung für die USA und den Westen darstellt. Cavoli betonte, dass Russlands Krieg in der Ukraine, der nun im vierten Jahr ist, Russland als chronische Bedrohung offenbart hat, die bereit ist, militärische Gewalt zur Erreichung ihrer geopolitischen Ziele einzusetzen.

Skepsis gegenüber Verhandlungsgeschick Russlands

US-amerikanische und westliche Geheimdienstoffizielle glauben nicht, dass Russland ernsthaft an einem Waffenstillstandsdeal mit der Ukraine interessiert ist, wie CNN berichtete. Moskau ist der Ansicht, dass es seinen Kriegseinsatz aufrechterhalten und die Ukraine auf dem Schlachtfeld überdauern kann. Ein hochrangiger NATO-Beamter bestätigte dies am Donnerstag und äußerte, dass „Russland weiterhin glaubt, dass die Zeit größtenteils auf seiner Seite ist“. Diese Bedenken verdeutlichen die Unsicherheit über Putins Absichten und die Schwierigkeiten bei der Aushandlung eines Waffenstillstands.


Details zur Meldung
Quelle
edition.cnn.com

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"