CAS erlaubt Russen und Belarussen die Teilnahme an Olympia-Quali!
Der CAS erlaubt russischen und belarussischen Sportlern die Teilnahme an FIS-Qualifikationen für die Olympischen Winterspiele 2026.

CAS erlaubt Russen und Belarussen die Teilnahme an Olympia-Quali!
Russische und belarussische Sportler dürfen an den Qualifikationswettkämpfen für die Olympischen Winterspiele 2026 teilnehmen. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat entschieden, dass Athleten aus diesen Ländern, vorausgesetzt, sie halten sich an die Kriterien des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), unter neutraler Flagge antreten können. Diese Entscheidung hebt ein vorheriges Verbot des Internationalen Ski- und Snowboardverbands (FIS) auf, das aufgrund des Ukraine-Kriegs im Oktober 2022 gegen diese Athleten erlassen worden war. Der russische Skiverband hatte daraufhin juristisch gegen das FIS-Verbot vorgegangen, und der CAS erklärte, dass die Regelung als unzulässige pauschale Ausschlussmaßnahme nach Nationalität einzustufen sei. Moskaus Sportminister Michail Degtjarjow begrüßte das Urteil als großen Erfolg für die betroffenen Athleten. An dem Einspruch waren insgesamt zwölf russische Athleten und Para-Athleten sowie fünf belarussische Athleten beteiligt, darunter die belarussische Freestyle-Skifahrerin Hanna Huskowa.
Die FIS erkannte die Entscheidung des CAS an und gab bekannt, dass sie eine Liste der als neutrale Einzelathleten anerkannten Sportler veröffentlichen wird. Athleten, die den AIN-Status beantragen möchten, müssen nachweisen, dass sie die militärische Invasion der Ukraine nicht öffentlich unterstützen und keine vertraglichen Verbindungen zu militärischen oder staatlichen Sicherheitsbehörden haben. Diese Vorgaben verdeutlichen die politischen und gesellschaftlichen Spannungen, die den sportlichen Bereich weiterhin beeinflussen. In Bezug auf die Zulassung weiterer Anträge, wie die von russischen Betreuern und Funktionären, entschied der CAS hingegen negativ.
Mehr zum Hintergrund
Die Entscheidung des CAS lässt sich im Kontext der andauernden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine nachvollziehen. Das IOC hatte seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar 2022 empfohlen, Athleten aus Russland und Belarus nicht zu internationalen Wettkämpfen einzuladen. Diese Empfehlung wurde jedoch im März 2023 gelockert, sodass individuelle Athleten wieder zugelassen wurden. Der IOC-Vorstand bestätigte, dass russische Sportler nur unter neutraler Flagge bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d’Ampezzo starten dürfen. Zu beachten ist, dass die olympischen Spiele im Februar 2026 stattfinden werden.
Dieser Ansatz wird sowohl für die Winterspiele in Mailand als auch für die bevorstehenden Sommerspiele in Paris beibehalten, wo nur 15 Sportler aus Russland teilnehmen durften. Derzeit bemühen sich je zwei Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer aus Russland um die Teilnahme an den bevorstehenden Winterspielen. In den letzten Monaten haben einige russische Sportverbände auch entschieden, aus Protest gegen die bestehenden Sanktionen auf die Entsendung von Athleten zu verzichten.