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Krisen in Afrika: Wie Europa vor dem nächsten Flüchtlingsdrama steht!

Die humanitäre Krise im Sudan erreicht erschreckende Dimensionen. Laut Berichten des International Rescue Committee führt der Sudan nicht nur die Liste der humanitären Krisen an, sondern verzeichnet auch die größte Vertreibungskrise weltweit. Das Land steht vor dem drohenden Zusammenbruch im Jahr 2025, während über 16.000 Menschen bereits bei den Kämpfen ums Leben gekommen sind. Die Regierung unter Abdel Fattah Al-Burhan und die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) kämpfen brutal um die Macht, während die Bevölkerung verzweifelt nach einem besseren Leben strebt. Die Notlage wird durch Waffenlieferungen aus dem Ausland zusätzlich verschärft, wie Amnesty International aufzeigt. Trotzdem fehlt es an internationaler Aufmerksamkeit für das Leid der Menschen vor Ort, so der Generalsekretär des Norwegischen Flüchtlingsrats, Jan Egeland, der von einem »empörenden« Versäumnis der Welt spricht. Auch nd-aktuell.de berichtete über die katastrophale Lage in den Flüchtlingslagern und die eskalierenden Kämpfe.

Österreich hilft vor Ort

Um dieser extremen Notlage entgegenzuwirken, hat Außenminister Alexander Schallenberg eine Soforthilfe in Höhe von 9,5 Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds angekündigt. Damit soll die akute humanitäre Situation im Sudan und in den angrenzenden Ländern wie Ägypten, Tschad und dem Südsudan entschärft werden. Schallenberg betonte die Dringlichkeit und Notwendigkeit, nicht nur humanitäre Hilfe zu leisten, sondern auch die Fluchtursachen anzugehen, um Migrationswellen nach Europa zu verhindern. Diese Mittel werden über die Austrian Development Agency (ADA) verteilt und sind für Organisationen wie die UN bestimmt, die an vorderster Front arbeiten, um den Menschen das Überleben zu ermöglichen. In den letzten Monaten waren die humanitären Bedingungen so katastrophal, dass Berichte aus den Lagern von Mangelernährung und Seuchenausbrüchen sprechen, was die sofortige Intervention umso wichtiger macht, wie auch ots.at bemerkte. Die Situation bleibt jedoch kritisch, da eine Stabilisierung in der Region weiterhin fraglich ist. Selbst mit internationaler Unterstützung wird die humanitäre Lage im Sudan und den angrenzenden Staaten nur schwer zu verbessern sein, solange die Kämpfe andauern und die Waffenlieferungen nicht stoppen. Die Welle der Gewalt und das Fehlen von Frieden zeigen, dass die Menschen dort mehr denn je auf Hilfe angewiesen sind.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Menschenhandel
In welchen Regionen?
Sudan,Tschad,Äthiopien,Burkina Faso,Libyen,Somalia,Tunesien,Südsudan,Tschad,Ägypten,Nord-Darfur,Khartum
Genauer Ort bekannt?
Sudan, Afrika
Ursache
Bewaffnete Konflikte,Naturkatastrophen,Extremwetterereignisse,Flüchtlingswellen
Beste Referenz
ots.at
Weitere Quellen
nd-aktuell.de

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