Wien steht hinter Israel: ESC 2026 als Zeichen für Vielfalt!
Wien begrüßt die Teilnahme Israels am ESC 2026. Bürgermeister Ludwig betont Offenheit und kulturellen Dialog trotz Boykottaufrufen.

Wien steht hinter Israel: ESC 2026 als Zeichen für Vielfalt!
Heute, am 4. Dezember 2025, wird über die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest (ESC) 2026 in Wien berichtet. Der Bürgermeister der Stadt, Michael Ludwig, hat seine Freude über die Ausrichtung des Wettbewerbs zum Ausdruck gebracht und bekräftigt die Bedeutung von Offenheit und Vielfalt. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem die politische Debatte über Israels Teilnahme aufgrund der aktuellen Situation im Gazastreifen besonders präsent ist.
Die Generalversammlung der Europäischen Rundfunkunion (EBU) hat beschlossen, dass Israel am 70. ESC teilnehmen darf. Diese Entscheidung wurde von zahlreichen Ländern kritisch betrachtet. So haben unter anderem die Niederlande, Irland, Slowenien und Spanien ihre Teilnahme abgesagt und die Protestbewegung gegen Israel verstärkt. Irland begründete seinen Boykott mit den Verlusten an Menschenleben im Gazastreifen, während Spanien ebenfalls aus Protest gegen die aktuellen Verhältnisse nicht teilnehmen will.
Politische Spannungen und Regeländerungen
Die EBU hatte kürzlich ein Maßnahmenpaket beschlossen, um die Unparteilichkeit des Wettbewerbs zu gewährleisten. Dazu gehört, dass die Stimmen des Publikums weniger Gewicht haben und die Jury stärker in die Entscheidungsfindung integriert wird. Diese regeltechnischen Änderungen sind auch eine Reaktion auf die anhaltenden politischen Spannungen und Boykottaufrufe, wie sie bereits in der Vergangenheit beim ESC zu beobachten waren.
Die Diskussion um Israels Teilnahme wird von einem komplizierten Verhältnis innerhalb der queeren Community begleitet. Israel hat den ESC in der Vergangenheit genutzt, um seine kulturelle Zugehörigkeit zu Europa zu zeigen, doch Vorwürfe des Pinkwashings, wonach LGBTQIA-Rechte als Vorwand für koloniale Politik genutzt werden, bleiben nicht aus. Diese Themen sind kontinuierlich Teil der Proteste, die beim ESC in den letzten Jahren zu beobachten waren.
Wien als Ort der Vielfalt
Trotz dieser Spannungen bekräftigen Wiener Politiker die Bedeutung des ESC als Zeichen für Zusammenhalt und kulturellen Dialog. Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak bezeichnet die Veranstaltung als Fest der Vielfalt. Der Geschäftsführer von WienTourismus, Norbert Kettner, hebt hervor, dass das Motto „United by Music“ eine Einladung an Menschen aus aller Welt ist, sich in Wien willkommen zu fühlen.
Die Halbfinals des ESC 2026 sind für den 12. und 14. Mai geplant, gefolgt vom Finale am 16. Mai in der Wiener Stadthalle. Die endgültige Teilnehmerliste, die auch die Auswirkungen der aktuellen Protestbewegung berücksichtigen könnte, wird vor Weihnachten veröffentlicht. Inmitten dieser Entwicklungen bleibt die Frage, wie sich die politische Lage auf den Wettbewerb auswirken wird und ob der ESC tatsächlich als Plattform für kulturellen Dialog dienen kann.