
In den letzten Stunden führte die US-Armee über 36 Luftangriffe auf Ziele der Houthi-Rebellen im Jemen durch. Laut dem Militärsprecher der Houthis, Jahja Saree, trafen 20 dieser Luftangriffe die Provinz Saada, die als Hochburg der Houthi-Miliz im Nordjemen gilt. Ferner berichtete Saree, dass die Houthis eine US-amerikanische MQ-9-Drohne in der Küstenprovinz Hodeidah abgeschossen hätten. Die militärischen Aktionen sind Teil einer umfassenden Kampagne der USA gegen die Houthis, die vom Iran unterstützt werden und seit Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober 2023 vermehrt militärische Angriffe im Roten Meer und Golf von Aden durchgeführt haben. Diese Angriffe wurden als Ausdruck "Solidarität mit den Palästinensern" gewertet.
Die US-Regierung äußerte sich bisher nicht zu den Luftangriffen, während US-Präsident Donald Trump den Houthis mit "vollständiger" Vernichtung drohte. Die US-Streitkräfte setzten die Angriffe fort, nachdem am 30. und 31. Dezember 2024 bereits ein Houthi-Kommandozentrum sowie Standorte für die Produktion und Lagerung konventioneller Waffen in Sanaa und anderen Küstengebieten angegriffen wurden. Insgesamt wurde berichtet, dass die USA in den letzten Wochen 60 Angriffe auf 16 militärische Standorte der Houthis durchgeführt haben.
Retaliationsangriffe der Houthis
In Reaktion auf die US-Luftangriffe behaupteten die Houthis, den US-Flugzeugträger USS Harry S. Truman im Roten Meer mit Drohnen und Marschflugkörpern angegriffen zu haben. Laut einem Bericht von Maritime Executive bestätigte das US-CENTCOM die Zerstörung von sieben Marschflugkörpern und einwegige UAVs über dem Roten Meer. Ein Sprecher der Houthis erklärte, man habe einen geplanten luftgestützten Angriff der USA auf Jemen vereitelt.
Zusätzlich gaben die Houthis an, ihre Angriffe auch auf Israel ausgeweitet zu haben, einschließlich eines misslungenen Angriffs auf den Flughafen Ben Gurion und eine Kraftwerksstation in der Nähe von Jerusalem. Israel reagierte sofort mit eigenen Luftschlägen auf Houthi-Positionen, wobei unbestätigte Berichte über in Israel aktivierte Luftangsirnsirenen aufkamen.
Internationale Reaktionen und Opferzahlen
Die jüngsten US-Luftangriffe wurden von mehreren Nationen unterstützt, einschließlich Großbritannien. Diese Einsätze richten sich gegen die Huthi-Miliz, die weite Teile des Jemen kontrolliert, einschließlich der Hauptstadt Sanaa. Während militärische Verlustzahlen schwer zu bestätigen sind, berichteten Houthis von 73 angegriffenen Zielen, wobei fünf ihrer Soldaten getötet und sechs verletzt wurden. In einem Schritt, der die besorgte internationale Gemeinschaft weiter alarmiert, gab das US-Verteidigungsministerium an, dass es sich bei den Houthi-Angriffen um ernsthafte Bedrohungen für die internationale Schifffahrt handele, die als Teil eines größeren Konfliktes im Nahen Osten betrachtet werden.
Die Luftangriffe waren für die Huthi-Führung nicht überraschend; zahlreiche Warnungen hatten die bevorstehenden Aktionen angekündigt. Die Huthis, die sich als Verbündete der Hamas betrachten, organisieren mittlerweile auch Proteste gegen den Gaza-Krieg in verschiedenen Städten, was darauf hindeutet, dass sie trotz militärischer Rückschläge möglicherweise weiterhin Rückhalt in der eigenen Bevölkerung genießen.
Die Situation im Jemen bleibt weiterhin instabil, während die internationalen Bemühungen, den Konflikt zu deeskalieren, durch eine Reihe von Handlungen erschwert werden, die als Bruch des Völkerrechts angesehen werden. Russland und Iran haben die US-Angriffe verurteilt und die Maßnahmen als Verletzung internationaler Normen bezeichnet.
Für weitere Informationen zu dieser Thematik können Sie die Berichterstattung von Kleine Zeitung und ZDF konsultieren.
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