
Die britische Königsfamilie hat historisch eine entscheidende Rolle bei der Stärkung der Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich gespielt und somit die so genannte "besondere Beziehung" zwischen diesen beiden Ländern aufrechterhalten.
Einflussreiche diplomatische Beziehungen
In Anbetracht der aktuellen Spannungen zwischen Elon Musk, einem engen Vertrauten des gewählten US-Präsidenten Donald Trump, und der britischen Regierung, glauben einige Experten, dass Großbritannien eines seiner ältesten diplomatischen Mittel besser nutzen könnte. Diese Woche besuchte Prinz Edward, der Herzog von Edinburgh, im Auftrag des Königs die USA, um seinen Respekt für den ehemaligen Präsidenten Jimmy Carter zu zollen, der im Dezember im Alter von 100 Jahren verstorben ist.
Wirtschaftliche und politische Verbindungen
Es könnte für den britischen Premierminister Keir Starmer beruhigend sein, zu wissen, dass der kommende Präsident eine Schwäche für die königliche Familie hat, insbesondere für die verstorbene Königin Elizabeth II. Trump lobte das britische Königshaus während seiner letzten Staatsbesuche im Vereinigten Königreich im Jahr 2019 und erklärte: „Ich habe eine großartige Beziehung, und wir haben gelacht und Spaß gehabt.”
Die Beziehung zu Prinz William
Mehr kürzlich äußerte Trump auch durchweg positive Kommentare über den britischen Thronfolger, Prinz William, mit dem er im Dezember in Paris beim Wiedereröffnungs-Event der Kathedrale Notre Dame zusammentraf. Trump bezeichnete William als „guten Mann“ und lobte seine Leistung.
Strategische Nutzung der Royals
Trumps lobende Äußerungen über William sind zwar möglicherweise kein typisches Beispiel für Diplomatie, werden jedoch von denen begrüßt, die sich Sorgen um die Zukunft der Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und den USA machen. „Keir Starmer und Donald Trump sind in vielen Punkten nicht einer Meinung, aber die Royals können diese Unterschiede möglicherweise abmindern“, merkt der Historiker Ed Owens an.
Soft Power und gesellschaftlicher Einfluss
Die Verwendung von „Soft Power“ durch die königliche Familie ist nichts Neues; Generationen von Royals haben dazu beigetragen, die enge Bindung zwischen dem Vereinigten Königreich und den USA zu stärken. Die verstorbene Königin hatte es sich zur Aufgabe gemacht, gute Beziehungen zu früheren US-Präsidenten aufzubauen und kannte während ihrer 70-jährigen Regentschaft insgesamt 13 Präsidenten.
Klimaschutz und politische Differenzen
In der modernen Zeit ist jedoch unklar, ob Trump und Mitglieder der königlichen Familie in allen Punkten einer Meinung sein werden, insbesondere in Bezug auf Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels. Sowohl Prinz William als auch König Charles III. haben sich vehement für den Klimaschutz ausgesprochen. Trump hingegen hat in der Vergangenheit mit seiner energiepolitischen Kampagne „Drill, baby, drill“ auf sich aufmerksam gemacht und kürzlich erklärt, dass er keine Windkraftanlagen im ganzen Land haben möchte.
Fazit: Eine Brücke zwischen Washington und London
Obwohl die britischen Royals keine offizielle Rolle in der US-Politik spielen, wird ihre Soft Power dazu beitragen, einen potenziell holprigen Weg zwischen Washington und London zu glätten. Sie sind ein unverzichtbarer Teil der Strategie der britischen Regierung, sicherzustellen, dass die Bindungen zwischen den beiden Ländern stark bleiben.
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