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Im vergangenen Jahr haben in Großbritannien rund 108.000 Menschen Asyl beantragt, was den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren erreicht. Diese Zahlen wurden am 27. Februar 2025 vom Innenministerium in London bekannt gegeben und zeigen einen Anstieg von 18 Prozent im Vergleich zu 2023. Dies übersteigt sogar den bisherigen Rekord von 2002, als es 103.000 Anträge gab. Auch die Zahl der Menschen, die irregulär ins Land gelangten, nimmt deutlich zu. So wurden fast 44.000 Ankünfte verzeichnet, was einem Anstieg von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, berichtet Krone.
Lebensgefährliche Fluchtrouten
Ein alarmierender Aspekt dieser Situation ist die Gefährlichkeit der Fluchtrouten über den Ärmelkanal. Immer wieder riskieren Migranten ihr Leben in überfüllten Booten, oft ohne die erforderlichen Papiere. Im Jahr 2024 verloren laut französischen Angaben 72 Menschen in diesen gefährlichen Bedingungen ihr Leben. Die Überfüllung der Boote ist ein großes Problem: Waren 2023 im Schnitt noch 45 Migranten auf jedem Boot, stieg die Zahl auf 54 im vergangenen Jahr, was zu vielen tragischen Vorfällen führte, wie die französische Meerespräfektur anmerkt. Die Menschen müssen zudem mit Unterkühlung rechnen, wenn sie versuchen, die Boote in Gefahr zu erreichen, wie Tagesschau berichtet.
Die britische Regierung unter Premierminister Keir Starmer, der der sozialdemokratischen Labour-Partei angehört, plant nun Maßnahmen zur Stärkung des Grenzschutzes und zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität. Starmer versprach ein hartes Vorgehen gegen die irreguläre Migration und kündigte an, konkrete Schritte zur Verbesserung der Grenzsicherheit zu unternehmen.
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