Brigitte Bardot, die legendäre französische Schauspielerin und ein ikonisches Symbol der Popkultur, wurde am Mittwoch in Saint-Tropez beigesetzt. Sie verstarb am 28. Dezember 2025 im Alter von 91 Jahren, wie ihre Stiftung bekannt gab. Die Beisetzung fand im engen Familienkreis statt, wie in einer offiziellen Mitteilung hervorgerufen wurde. Bardot liegt nun auf dem Seefriedhof von Saint-Tropez, unweit ihrer Eltern und ihres ehemaligen Ehemannes, Roger Vadim.
Rund tausend Prominente und leidenschaftliche Bewunderer begleiteten den Trauerkonvoi, um Bardot die letzte Ehre zu erweisen. Unter den Anwesenden waren zahlreiche Persönlichkeiten wie ihr Sohn Nicolas Charrier, Michel Drucker, Mireille Mathieu, Chantal Ladesou, Jean-Luc Reichmann, Paul Belmondo und Paul Watson. Auch politische Repräsentanten wie Aurore Bergé, die Ministerin für Gleichstellung von Frauen und Männern, sowie Marine Le Pen und Nicolas Dupont-Aignan hatten sich eingefunden, um der verstorbenen Schauspielerin Respekt zu zollen.
Ein persönlicher Abschied
Die private Trauerfeier begann um 11 Uhr, wobei die Gäste per Schiffsshuttle zu einem für die Öffentlichkeit gesperrten Bereich gebracht wurden. Alarmsirenen ertönten als eine besondere Ehrerbietung an Bardot. Der Sarg, aus geflochtener Weide gefertigt und mit ländlichen Blumen geschmückt, erreichte die Kirche um 11:15 Uhr. Der Pfarrer bat darum, während des Gottesdienstes keine Fotos zu machen.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Filmmusik aus „Le Mépris“ (1963), komponiert von Georges Delerue. Mireille Mathieu begeisterte mit einem a cappella „Panis Angelicus“, während Vincent Niclo das „Ave Maria“ sang. Der Abschied nahm seinen emotionalen Höhepunkt, als beim Verlassen der Kirche alle Anwesenden mit dem Lied „Toutes les bêtes sont à aimer“ für Bardot verabschiedeten.
Ein bemerkenswertes Leben
Geboren in Paris, wuchs Bardot in einem streng katholischen Elternhaus auf und hegte zunächst den Traum, Primaballerina zu werden. Ihr Durchbruch als Schauspielerin kam 1956 mit der Hauptrolle im Film „Und ewig lockt das Weib“. Bardot entwickelte sich rasch zur Trendsetterin und war 1958 die bestbezahlte französische Schauspielerin. Bis in die frühen 70er Jahre drehte sie etwa 50 Filme unter der Regie renommierter Filmemacher.
Nach der Beendigung ihrer Schauspielkarriere im Jahr 1973 widmete sich Bardot dem Tierschutz. Sie gründete eine eigene Tierschutz-Stiftung und setzte sich vehement gegen die Robbenjagd ein, was zu bedeutenden politischen Veränderungen führte. Doch in den folgenden Jahren geriet sie durch ihre kontroversen Äußerungen, insbesondere in Bezug auf Rassismus und Immigration, immer wieder in die Schlagzeilen und wurde mehrmals verurteilt.
In den letzten Jahren ihres Lebens war Bardot als „Frau aller Kämpfe“ bekannt. Ihr Ehemann Bernard d’Ormale berichtete über ihre seelische Stärke bis zu ihrem letzten Atemzug und was bedeutete, dass sie ihr Engagement für den Tierschutz immer aufrechterhielt. Während Sibille in vielen Aspekten polarisiert hat, bleibt ihr Einfluss auf die Filmwelt und gesellschaftliche Debatten in Frankreich unbestritten.
Brigitte Bardot wird als eine der größten Schauspielerinnen Frankreichs in Erinnerung bleiben und als eine Persönlichkeit, die nicht nur das Kino, sondern auch das Bewusstsein für Tierschutz geprägt hat.