Die Staatsanwaltschaft Liechtenstein hat neue Details zum gewaltsamen Tod von vier Personen in Vaduz veröffentlicht. Diese tragische Entdeckung geschah am 24. Dezember 2025, als die Leichen in einer Wohnung gefunden wurden. Zu den Opfern zählen ein 73-jähriger Mann, seine 68-jährige Ehefrau und deren 45-jährige Tochter. Zudem wurde ein 41-jähriger Sohn bzw. Bruder tot auf einer Sandbank im Rhein bei Sevelen entdeckt. Die Umstände seines Todes wecken den Verdacht, dass er möglicherweise für die Morde verantwortlich sein könnte. Die Obduktionen der vier Personen fanden am Institut für Rechtsmedizin in St. Gallen statt und zeigten, dass die drei Personen in Vaduz durch mehrere Messerstiche getötet wurden.
Der Tatzeitpunkt wird auf den Abend des 23. oder die Nacht auf den 24. Dezember eingegrenzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Angriffe in verschiedenen Räumen der Wohnung stattfanden und vermuten, dass es einen zeitlichen Abstand zwischen den einzelnen Taten gab. Der genaue Ablauf und das mögliche Motiv bleiben jedoch unklar und sind Teil der laufenden Ermittlungen. Bemerkenswert ist, dass der 41-jährige Mann, der als leitender Mitarbeiter in einer liechtensteinischen Gemeinde tätig war, kurz vor den tödlichen Vorfällen wegen Unregelmäßigkeiten in der Gemeindekasse suspendiert wurde. Ob ein Zusammenhang zwischen dieser Suspendierung und dem Tötungsdelikt besteht, wird derzeit untersucht.
Zusammenfassung der Ereignisse
- Opfer: 73-jähriger Mann, 68-jährige Ehefrau, 45-jährige Tochter, 41-jähriger Sohn.
- Aktionsort: Wohnung in Vaduz und Sandbank im Rhein bei Sevelen.
- Tod durch Messerstiche.
- Verdacht gegen den 41-jährigen Sohn, dessen Leiche im Rhein gefunden wurde.
- Untersuchung der Obduktionen in St. Gallen.
Diese Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die Sicherheitslage in Liechtenstein, die im Kontext der kriminalstatistischen Daten der EU relevant ist. Laut Eurostat können Rückschlüsse auf die Häufigkeit von Straftaten aus amtlichen Kriminalitätsdaten irreführend sein. Die Erfassung und die Definition von Straftaten variieren stark zwischen den Ländern, was Vergleiche und Analysen erschwert. In den letzten Jahrzehnten haben die Eurostat-Daten gezeigt, dass sich Kriminalitätsraten in verschiedenen Ländern unterschiedlich entwickeln, auch bedingt durch unterschiedliche Reaktionen der Strafverfolgungsbehörden.
Dieser Fall ist ein eindringliches Beispiel dafür, wie komplex und vielschichtig Ermittlungen in Tötungsdelikten sind. Die Staatsanwaltschaft steht vor der Herausforderung, sowohl die Umstände des Verbrechens als auch mögliche Motive umfassend zu beleuchten. Der Fokus liegt nun darauf, weitere Erkenntnisse über die Abläufe in der Wohnung und die Hintergründe des Täters zu gewinnen.