Bienen in Gefahr: Kärntens Biodiversität braucht dringend Hilfe!
Wissenschaftler warnen vor dem Artensterben in Kärnten. Biodiversitäts-Wettbewerb fördert Initiativen für Umweltschutz.

Bienen in Gefahr: Kärntens Biodiversität braucht dringend Hilfe!
Wissenschaftler betonen die unverzichtbare Rolle der Bienen für das Leben auf unserem Planeten. Sie sind als Bestäuber von essenzieller Bedeutung für die Vermehrung von Pflanzen, die eine fundamentale Lebensgrundlage für Menschen und Tiere darstellen. Ohne die Bestäubung durch Bienen und andere Insekten droht eine Gefährdung der gesamten Nahrungsmittelproduktion, was weitreichende Folgen für die menschliche Gesellschaft hat. Daher ist es entscheidend, den Lebensraum zu schützen und die Artenvielfalt zu bewahren, um das Überleben der Bienen sicherzustellen. In Kärnten ist die Situation besonders alarmierend: Bereits die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten ist vom Aussterben bedroht, wie die Kärntner Sparkasse in ihrem Biodiversitäts-Wettbewerb hervorhebt.
Der Wettbewerb, der in diesem Jahr 75 Projekte aus Kärnten anlockte, verfolgt das Ziel, innovative Ansätze zur Stärkung der Biodiversität zu fördern. Die Jury hat die Gewinner in sechs Kategorien ermittelt und insgesamt 100.000 Euro an Preisgeldern für die „Goldene Apis“ vergeben. Die Siegerehrung umfasste Beiträge aus verschiedenen Bereichen: Landwirtschaftliche Betriebe wurden von Martina und Mario Payer vertreten, während der Verein INIZIA in der Kategorie der Vereine erfolgreich war. Das Landesmuseum für Kärnten wurde als beste Bildungsinstitution ausgezeichnet, und in der Sparte Schulen und Kindergärten gewann das Mini-Museum Mallnitz. Auch Unternehmen, wie Fundermax GmbH, und die Marktgemeinde Eberstein als Gewinner der Kategorie Gemeinden wurden für ihre Initiativen geehrt.
Schutz der Biodiversität
Die Bedeutung des Biodiversitätsschutzes wird durch die Initiativen der Kärntner Sparkasse unterstrichen. Diese Fördermaßnahmen zielen darauf ab, die Lebensräume auf lokaler Ebene zu erhalten und die Bevölkerung für das Thema Biodiversität zu sensibilisieren. Gleichzeitig arbeitet das EU-Parlament an einer umfassenden Strategie, um die Ökosysteme der Europäischen Union bis 2050 wiederherzustellen und zu schützen. Im Juni 2021 legte das Parlament den Standpunkt zur EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 fest, die verbindliche Ziele für den Schutz von mindestens 30 Prozent der Meeres- und Landflächen vorsieht.
Diese Strategie soll sicherstellen, dass entscheidende Ökosysteme, wie Wälder, Feuchtgebiete und Küstenökosysteme, ausreichend geschützt werden. Außerdem wird eine dringende Überarbeitung der EU-Initiative für Bestäuber gefordert, um dem alarmierenden Rückgang dieser wichtigen Arten entgegenzuwirken. Laut Europarl ist der Rückgang der Bestäuber ein zentrales Problem, das nicht nur die Biodiversität, sondern auch die Nahrungsmittelversorgung gefährdet.
Die Kärntner Sparkasse und die EU setzen sich mit ihren Initiativen für eine nachhaltige Zukunft ein. Sie rufen die Gesellschaft dazu auf, gemeinsam Verantwortung für den Schutz der Natur zu übernehmen, indem sie durch gezielte Projekte und Maßnahmen ein Bewusstsein für die Bedeutung der Biodiversität schaffen. Zusätzlich wird mehr Information bereitgestellt unter kspk-welt.at/biodiversitaet.