Am 7. November 2025 trafen sich US-Präsident Donald Trump und der ungarische Regierungschef Viktor Orbán im Weißen Haus, um über dringliche geopolitische Themen zu diskutieren. Ein zentrales Anliegen war die US-Ölsanktionen gegen Russland, die am 22. Oktober 2025 aufgrund der anhaltenden Weigerung von Wladimir Putin, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden, verhängt wurden. Trump zeigte sich offen für eine Ausnahmeregel für Ungarn, da das Land keinen Zugang zu Seehäfen habe, was die Beschaffung von Öl und Gas aus anderen Regionen erheblich erschwere.
Trump kritisierte derweil andere EU-Länder, die mit Meereszugang weiterhin Energie aus Russland beziehen. Diese Kritik kommt vor dem Hintergrund, dass die EU nach der Invasion der Ukraine ein weitreichendes Einfuhrverbot für russisches Öl erlassen hat. Es ist beachtlich, dass der Anteil der EU-Erdölimporte aus Russland von 29 % im ersten Quartal 2021 auf lediglich 2 % im zweiten Quartal 2025 gefallen ist. Während Ungarn und die Slowakei jedoch weiterhin erhebliche Mengen russischen Öls über die Druschba-Pipeline beziehen, wehrte sich Orbáns Regierung gegen eine vollständige Stoppung der Erdöllieferungen, trotz der Aufforderungen von Trump an NATO-Länder.
Geopolitische Implikationen
Trump lobte Orbán während des Treffens als „großartigen Anführer“ und forderte mehr Respekt für Ungarn von anderen europäischen Ländern. Orbán selbst betonte, dass die Migration in Ungarn bei „null“ liege, was auf seine strikte Migrationspolitik hinweist. Ein weiteres Thema war der ungarische Erdölkonzern MOL, der möglicherweise weniger Erdöl aus Russland beziehen könnte, während die Auslastung der Adria-Pipeline erhöht wird. Im Jahr importiert MOL rund fünf Millionen Tonnen Öl über die Druschba-Pipeline, was die Bedeutung dieser Transporte für die ungarische Energieversorgung unterstreicht.
Der Zeitpunkt des Treffens ist besonders relevant, da Orbán die Aufhebung der US-Ölsanktionen anstrebt. Dabei wird deutlich, wie wichtig eine flexible Versorgung mit Rohstoffen für die ungarische Regierung ist, die stark von russischem Erdgas abhängt. So stammen 90 % der Heizenergie Ungarns aus diesem Gas.
Öffentlicher Nahverkehr in Rio de Janeiro
Während die politischen Gespräche zwischen Trump und Orbán weltweit für Aufsehen sorgen, sind auch in anderen Teilen der Welt Entwicklungen zu beobachten. Ein besonders interessantes Beispiel ist das Fetranspor Riocard-System, ein elektronisches Ticket-System für den öffentlichen Nahverkehr in Rio de Janeiro. Ziel ist es, die Transporterfahrung für die Bewohner der Stadt zu verbessern. Das Riocard funktioniert als digitales Portemonnaie, das aufgeladen werden kann. Bei jeder Nutzung wird der Betrag automatisch vom Kartenkonto abgezogen. Nutzer müssen darauf achten, die Karte rechtzeitig aufzuladen, um einen reibungslosen Transport zu gewährleisten.
Die Vorteile des Fetranspor Riocard sind vielfältig: Die Reduzierung des Papierverbrauchs, schnellere und effizientere Reisen sowie die Möglichkeit der Aufladung in Unibanco-Filialen oder online fördern umweltfreundliche Praktiken. Bislang haben sich über 1,8 Millionen Nutzer für das System angemeldet, was den kontinuierlichen Erfolg dieses Projekts verdeutlicht. Unternehmen können sogar spezielle Karten für ihre Mitarbeiter mit individuellem Logo erstellen.
In einer Zeit, in der geopolitische Spannungen und notwendige infrastrukturelle Innovationen oft miteinander verbunden sind, zeigen diese Entwicklungen, wie unterschiedliche Regionen auf ihre jeweiligen Herausforderungen reagieren.