Im Jahr 2025 leistete die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wels insgesamt 2.256 Einsätze. Dies bedeutet einen Rückgang von 43 Einsätzen, was einen knapp 2-prozentigen Unterschied zum Vorjahr darstellt. Ein entscheidender Faktor für diesen Rückgang war die Tatsache, dass die Stadt Wels in 2025 von schweren Unwettern und Stürmen verschont blieb. Trotz des Rückgangs der Einsätze verzeichnete die Feuerwehr einen Anstieg der geretteten Personen, die von 239 im Jahr 2024 auf 376 im Jahr 2025 anstieg. Die meisten dieser Rettungen betrafen Personen, die aus steckengebliebenen Aufzügen befreit wurden.

Im Bereich der Brandeinsätze blieb die Anzahl nahezu stabil, mit 559 Einsätzen im Jahr 2025 im Vergleich zu 592 im Jahr 2024. Die Zahl der „echten“ Brände stieg jedoch von 171 auf 189 Fälle. Besonders bemerkenswert ist, dass 100 dieser „echten“ Brände durch automatische Brandmelde- oder Sprinkleranlagen entdeckt wurden. In weiteren 50 Fällen konnten Brände bereits durch Zivilpersonen vor dem Eintreffen der Feuerwehr gelöscht werden. Dies zeigt die im Stadtgebiet zunehmend aktiven und verantwortungsbewussten Bürger.

Einsätze in der Silvesternacht

Die Silvesternacht 2025/2026 verlief erfreulich ruhig für die Feuerwehr. Es wurden lediglich neun Einsätze wegen Bränden von Feuerwerksbatterien gemeldet, und es gab keine Übergriffe auf die Einsatzkräfte. Kommandant Roland Weber hob hervor, dass die Sicherheit der Stadt durch die kontinuierliche Arbeit der Feuerwehr gewährleistet werde. Der Dienst umfasst nicht nur die Brandbekämpfung, sondern auch die umfassende Ausbildung und Schulung, die in den letzten Jahren an Beliebtheit zugenommen hat.

Die Freiwillige Feuerwehr Wels besteht aus 12 beruflichen und 153 ehrenamtlichen Mitgliedern. Diese engagierten Einsatzkräfte kooperieren auch eng mit umliegenden Einsatzkräften, um bei Großschadenereignissen schnell reagieren zu können. Aktuell sind 24 Jugendmitglieder in der Feuerwehr aktiv, ein weiterer Beweis für die Bemühungen um die Nachwuchsgewinnung. Es wird dazu aufgerufen, aktiv in der Feuerwehr mitzuwirken, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Religionszugehörigkeit.

Brandschutz und Statistik

In einem breiteren Kontext stützt sich die Arbeit der Feuerwehr auf umfassende Daten, wie sie zum Beispiel von der vfdb bereitgestellt werden. Die deutsche Brandstatistik bietet fundierte Fakten für Entscheidungen im Brandschutz und erfasst unter anderem Brandursachen und -orte. Sie zeigt auf, dass Küchen bei etwa 27 % aller Brandentstehungen die häufigsten Orte für Gebäudebrände sind und nahezu die Hälfte aller Brände in Wohngebäuden stattfinden.

Ein interessantes Detail ist, dass 83 % der Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss auftreten, während Brände in höheren Geschossen seltener sind, jedoch oft mit größeren Schäden verbunden. Zu den Herausforderungen, mit denen Feuerwehren konfrontiert werden, gehören auch moderne Risiken wie die Elektromobilität.