Die KTM AG trifft eine drastische Entscheidung und plant den Abbau von rund 500 Beschäftigten, wobei insbesondere Angestellte und Mitarbeiter im mittleren Management betroffen sind. Diese Mitteilung stammt von der Bajaj Mobility AG, dem neuen Namen der ehemaligen Pierer Mobility AG, und wurde am 13. Jänner 2026 veröffentlicht. Ziel dieser Maßnahme ist eine nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die durch die Senkung der Fixkosten und die Straffung von Strukturen erreicht werden soll. Zudem soll das Unternehmen seine Produktpalette fokussieren, wie vol.at berichtet.
Die wirtschaftlichen Herausforderungen haben KTM dazu veranlasst, diese Maßnahmen im Rahmen geplanter Umstrukturierungen vorzunehmen. Der Abbau betrifft sowohl Produktions- als auch Verwaltungsbereiche und war notwendig, um eine Stabilisierungsstrategie nach der Insolvenz der KTM AG Ende 2024 zu verfolgen. CEO Gottfried Neumeister unterstrich die zwingende Notwendigkeit der Maßnahmen zur Kostensenkung und stabilen Unternehmensführung.
Fokus auf Effizienz und Kostenreduktion
Die Effizienzprogramme, die die KTM AG verfolgt, beinhalten auch Frühwarnmeldungen beim AMS (Arbeitsmarktservice), um den Übergang für betroffene Mitarbeiter zu erleichtern. Bei einem Personalstand von Ende 2025 von 3.794 Mitarbeitern steht der Bereich Motorcycles mit den Marken KTM, GASGAS und Husqvarna dabei im Mittelpunkt der Neuausrichtung, wie ORF OÖ hervorhebt.
Die Entscheidung zum Personalabbau ist nicht isoliert zu betrachten. Sie erfolgt vor dem Hintergrund einer umfassenden Strategie, die auch eine Produktionsverlagerung ins Ausland beinhalten könnte. Hierbei ergibt sich das Risiko eines möglichen Imageschadens für die Marke, die sich in der Vergangenheit durch „Made in Austria“ und hohe Ingenieurskunst ausgezeichnet hat. Um dem entgegenzuwirken, plant das Unternehmen gezielte Marketingmaßnahmen, die die Tradition und die Leidenschaft von KTM betonen.
Investitionen in die Zukunft
KTM hat bereits in Elektromobilität investiert und erste Modelle präsentiert, die guten Anklang fanden. Dennoch sind weitere Investitionen in Forschung und Entwicklung erleichternd, um eine Führungsposition im Elektromobilitätssegment zu erreichen. Die Entwicklung leistungsstarker Batterien und effizienter Antriebssysteme sowie nachhaltiger Produktionsverfahren stehen ganz oben auf der Agenda. Kooperationen mit Technologieunternehmen oder Universitäten könnten den Innovationsprozess beschleunigen und neue Perspektiven eröffnen, wie Industriemagazin darstellt.
Zusätzlich zur Fokussierung auf hochmoderne Technologien könnte eine Diversifikation des Produktportfolios in Betracht gezogen werden. Diese Strategie zielt darauf ab, neue Zielgruppen anzusprechen und die Abhängigkeit von einem einzelnen Marktsegment zu verringern. Die E-Mobilität, insbesondere der Trend zu leichteren und kompakteren Fahrzeugen für städtische Mobilität, stellt ein wachstumsstarkes Segment dar, das KTM näher erobern möchte.
Durch diese Maßnahmen hofft die KTM AG, sich in einem herausfordernden Marktumfeld neu zu positionieren und das Vertrauen ihrer Premiumkunden zu bewahren, die Wert auf Herkunft und Qualität legen. Nachhaltigkeit, Innovation und eine klare Markenkommunikation werden entscheidend sein, um die Marke KTM als Branchenführer zu etablieren.