Der Wintersturm „Elli“, in Frankreich auch als „Goretti“ bekannt, hat Deutschland in der Nacht auf Freitag mit voller Wucht getroffen. Laut vienna.at wurden warnende Wetterberichte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wegen Schneeverwehungen in Norddeutschland, heftiger Schneefälle in der Mitte sowie Glatteis in Bayern herausgegeben. Das Sturmtief hat nicht nur das Wetter durcheinandergebracht, sondern auch gravierende Auswirkungen auf den gesamten Verkehr und die Infrastruktur.

In der Region Hannover, wo 1,1 Millionen Menschen leben, wurde der Fernverkehr der Deutschen Bahn vorübergehend eingestellt. Auch die S-Bahn in Hannover stellte ihren Betrieb komplett ein, während das regionale Verkehrsunternehmen Üstra den Busverkehr in der Region einstellte. Durch die winterlichen Bedingungen kam es zu mehreren Unfällen, darunter ein tragischer Unfall in Niederbayern, bei dem ein 27-jähriger Autofahrer und sein 18-jähriger Beifahrer starben. Die Polizei in Cuxhaven bezeichnete die Lage als „sehr angespannt“, besonders aufgrund der Sichtweite, die teils nur wenige Meter betrug, und extrem starker Schneeverwehungen.

Unterrichtsausfall und soziale Auswirkungen

In vielen Bundesländern fiel der Präsenzunterricht an Schulen aus, darunter Hamburg, Niedersachsen, Bremen sowie Teile Schleswig-Holsteins. In Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wurde die Präsenzpflicht aufgehoben. Laut tagesschau.de haben die Temperaturen bis zu minus 18 Grad auch die Lebenssituation von Obdachlosen gefährdet, weshalb die Wohnungslosenhilfe Notunterkünfte bereitstellt. In dieser bereits kritischen Wintersaison sind bislang mindestens vier Menschen erfroren. Die Lage in den Straßen von Hamburg ist gemischt, während einige Passanten das Wetter zum Schlittenfahren nutzen, sind andere auf der Suche nach Unterkünften oder Taxis.

Am Hamburger Hauptbahnhof verändert sich die Stimmung, denn viele Reisende confrontrieren eine steigende Anzahl an Flugausfällen, die zuletzt am Flughafen Hamburg 25 Starts und 22 Landungen betrafen. Zudem wurde das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen Hoffenheim verschoben. wetter.com berichtet von weiteren Schulschließungen in Teilen Schleswig-Holsteins und zahlreichen Glätteunfällen deutschlandweit. Der DWD rechnet nicht mit weiteren signifikanten Schneemengen in Norddeutschland, warnt aber vor extremen Frostbedingungen.

Verkehrsbehinderungen und Chaos auf den Straßen

In ganz Deutschland führen die winterlichen Witterungsbedingungen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Autobahnen A1 und A24 in Schleswig-Holstein sowie A9, A72 in Sachsen und die A70 in Bayern sind teilweise gesperrt. Der Busverkehr in Hannover wurde wegen Sicherheitsrisiken eingestellt; dies geschah gemäß vienna.at, um die Sicherheit der Fahrgäste nicht zu gefährden. Auch der Fährverkehr an der niedersächsischen Nordseeküste ist stark eingeschränkt, und viele Inseln sind nicht erreichbar. In Bayern wurde die Lawinengefahr als erheblich eingestuft.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Wintersturm „Elli“ Deutschland fest im Griff hat, und die Auswirkungen werden weiterhin zu spüren sein. Die Behörden arbeiten an der Wiederherstellung der Verkehrsanbindung, während die Bevölkerung lernt, mit der rauen Wetterlage umzugehen. Künftige Wetterlagen könnten nicht zu unterschätzen sein, und Experten warnen vor anhaltend extremeren Bedingungen.