
US-Präsident Donald Trump hat ein Video auf der Plattform Truth Social veröffentlicht, das einen tödlichen Angriff der US-Streitkräfte auf Mitglieder der Houthi-Miliz im Jemen zeigt. Die in Schwarz-Weiß gehaltenen Aufnahmen ähneln militärischen Drohnenbildern und zeigen mehrere Dutzend Menschen, die in einem Kreis stehen, bevor sie von Rauch und Explosionen erfasst werden. Trump kommentierte das Video mit den Worten: "Diese Houthis haben sich versammelt, um Anweisungen für einen Angriff zu erhalten. Ups, es wird keinen Angriff dieser Houthis geben. Sie werden unsere Schiffe nie wieder versenken," berichtet oe24.
Die Houthi-Miliz, die seit Oktober 2023 regelmäßig Schiffe im Roten Meer und im Golf von Aden sowie Ziele in Israel angreift, hat die Situation weiter angeheizt. Trump warnte, dass die US-Angriffe auf die Houthis, die mit Drohnen und Raketen operieren, "vollständige" Vernichtung für die Miliz zur Folge haben könnten. Auch US-Militärs führen Luftangriffe durch, die gezielt auf Houthi-Stellungen und Anführer abzielen, um ihre Offensive zu stoppen, wie Tagesschau berichtet.
Aktuelle Lage im Jemen
Die US-Angriffe auf Houthi-Stellungen dauern an und haben schwerwiegende Folgen für die Zivilbevölkerung. Berichten zufolge sind bereits zehn Menschen ums Leben gekommen und 13 weitere verletzt worden, darunter zwei Kinder. In den Trümmern suchen Anwohner nach Überlebenden. Die Houthi-Miliz hat die US-Luftangriffe als gezielte Angriffe auf Wohngebiete nördlich von Sanaa bezeichnet und drohte mit Vergeltungsmaßnahmen. Ein Houthi-Anführer kündigte an, Angriffe auf Frachtschiffe im Roten Meer wieder aufzunehmen, was die internationale Schifffahrt zusätzlich gefährdet.
Experten schätzen, dass die Houthi-Miliz zwar geschwächt, jedoch nicht gestoppt ist. Die US-Streitkräfte erwarten, dass die Angriffe auf die Houthi-Stellungen einige Tage oder sogar Wochen andauern werden. Außerdem drohen die Houthi mit weiterer Eskalation und fordern ein Ende der Kampfhandlungen im Gazastreifen sowie verstärkte Hilfslieferungen. Die internationale Schifffahrt hat bereits unter den Houthi-Attacken gelitten: Viele Reedereien meiden das Rote Meer, und Ägypten verzeichnet erhebliche Einnahmeverluste durch die reduzierten Durchfahrten im Suezkanal.
Der umfassende Konflikt
Der Konflikt im Jemen ist nicht neu und begann 2004 mit einem Aufstand der Houthi gegen die jemenitische Regierung. Die Houthi-Miliz kontrolliert mittlerweile große Teile des Landes und wird vom Iran unterstützt. Der Konflikt hat sich zu einem Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran entwickelt. Die Houthi verfügen über schätzungsweise 180.000 bis 200.000 bewaffnete Kämpfer sowie militärische Ausrüstung wie Drohnen und Raketen. Sie versuchen, sich als Teil der "Achse des Widerstands gegen Israel" zu positionieren, um Unterstützung in der arabischen Welt zu gewinnen, so Deutschlandfunk.
Die Auswirkungen dieses Konflikts sind weitreichend. Ein EU-Militäreinsatz, der zum Schutz von Handelsschiffen im Roten Meer dient, wurde im Februar 2024 ins Leben gerufen. Dieser Einsatz umfasst auch das Bereitstellen von Stabspersonal und Hubschraubern durch Deutschland. Auch die US-Militäraktionen im Jemen sind Teil eines größeren Plans zur Bekämpfung der Houthi-Bedrohung und dem Schutz internationaler Handelsrouten.
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