
Trinkgeld, ein heiß diskutiertes Thema in Deutschland, steht im Fokus, da sich die Zahlungsmethoden und Gewohnheiten rapide ändern. Laut Krone leiden viele Gastronomen unter Umsatzrückgängen, während Kunden zunehmend mit Kreditkarten bezahlen. Dies hat dazu geführt, dass die Frage des angemessenen Trinkgelds immer drängender wird. Gastronomen setzen häufig direkte Vorgaben, teils mit Nachdruck, sodass Trinkgelder von bis zu 25 Prozent zur Diskussion stehen. Doch was ist in der Beziehung zwischen Gast und Dienstleister tatsächlich der angemessene Betrag?
In der Gastronomie wird traditionell ein Trinkgeld zwischen 5 und 10 Prozent des Rechnungsbetrags gegeben. Bei besonders guter Servicequalität sind auch 10 Prozent übliche Praxis. Der AK-Kurier berichtet, dass die Trinkgeldkultur nicht nur im Restaurant gilt, sondern auch in Hotels, Taxi- und Lieferdiensten, wo die Normen ebenfalls klar definiert sind. So sollten etwa Taxi-Fahrer mit rund 10 Prozent des Fahrpreises, und im Hotelgewerbe Zimmermädchen mit 1 bis 3 Euro pro Tag bedacht werden.
Besonders alarmierend ist die Tendenz, dass immer mehr Gastronomen sich mit aggressiven Trinkgeldvorgaben zu profilieren versuchen. Während früher eine freiwillige Wertschätzung durch den Gast das Trinkgeld regelte, sehen sich Viele nun unter Druck gesetzt. Diese Veränderungen werfen Fragen auf über die Natur von Trinkgeld — was einst ein Zeichen der Wertschätzung war, wird zunehmend zum Zwang. Die rechtlichen Aspekte des Trinkgelds sind zudem vielschichtig und zeigen, dass es in Deutschland keine gesetzliche Verpflichtung gibt, obwohl unter bestimmten Umständen auch steuerliche Aspekte relevant werden können.
Ort des Geschehens
Details zur Meldung