Am 19. Oktober 2024, gegen 18:29 Uhr, ereignete sich in Essen-Rüttenscheid ein kritischer Vorfall auf einer Kinderbeatmungsstation. Die Leitstelle der Essener Feuerwehr erhielt alarmierende Meldungen über einen Stromausfall in einer Klinik an der Giradetstraße. Die Gefährdung war sofort klar, weshalb Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug ohne Verzögerung zur Stelle geschickt wurden.
Bei Eintreffen der Einsatzkräfte bestätigte sich die alarmierende Situation: Die gesamte Beatmungsstation war durch einen technischen Defekt von der Stromversorgung abgeschnitten. Auf der Station befanden sich insgesamt 16 Kinder, deren ungefähre Sicherheit und Versorgung nun im Mittelpunkt der Maßnahmen standen.
Koordination der Einsatzkräfte
Um die Situation umfassend bewerten zu können, wurde der Leitende Notarzt nachgefordert. Somit konnte ein Team von weiteren Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr und des Rettungsdienstes mobilisiert werden, um die notwendigen Schritte zur Sicherstellung der Behandlung der betroffenen Kinder einzuleiten. Die Verantwortlichen der Klinik und die Einsatzleitung der Feuerwehr diskutierten sofort verschiedene Möglichkeiten, um die Sicherheit der jungen Patienten zu gewährleisten.
Ein zügiges Umsetzen von internen Maßnahmen wurde nötig. Es wurde entschieden, die Kinder auf eine andere Station im gleichen Gebäude zu verlegen, die weiterhin mit Strom versorgt wurde. Währenddessen ließ sich jedoch eine provisorische Stromversorgung nicht realisieren, weswegen die Fachgruppe Elektroversorgung der Feuerwehr Teil des Einsatzes war.
Vorsorglich wurde zur Sicherheit ein sechs Monate altes Kind, das in einem Inkubator lag, in die Universitätsmedizin Essen transportiert. Ferner wurden vier weitere Kinder mit Krankentransportwagen in eine andere medizinische Einrichtung in Gelsenkirchen verlegt. Dieser Schritt war nötig, um die bestmögliche Versorgung der kleinen Patienten sicherzustellen.
Für die verbleibenden elf Kinder gelang es durch eine interne Umorganisation in der Klinik, vor Ort weiterhin Betreuung und Behandlung zu gewährleisten. Die Erfahrungen der Einsatzkräfte waren hier von unschätzbarem Wert, um schnellstmöglich die bestmögliche Lösung unter den gegebenen Umständen zu finden.
Die gesamte Einsatzdauer erstreckte sich über rund drei Stunden, in denen die Feuerwehr und der Rettungsdienst der Stadt Essen kräftig im Einsatz waren. Insgesamt wurden sechs Fahrzeuge des Rettungsdienstes sowie zwei Löschfahrzeuge und diverse Fachkräfte mobilisiert, um den Kindern die notwendige medizinische Hilfe zukommen zu lassen.
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