In den frühen Morgenstunden des 9. November 2025 ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 56 in Lohmar. Laut fireworld.at fuhr ein 39-jähriger Fahrer aus Lohmar mit einem Audi RS 7 von Lohmar-Heide in Richtung Siegburg-Stallberg, als er gegen 05:30 Uhr in einer leichten Rechtskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Das Auto kam nach links von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrfach, bevor es nach etwa 70 Metern in einem Böschungsbereich zum Stehen kam.
Der Fahrer wurde im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Nach einer ersten medizinischen Behandlung vor Ort wurde er mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Der Audi RS 7 erlitt einen Totalschaden und musste abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden wird auf einen fünfstelligen Betrag geschätzt.
Umwelteinflüsse und Verkehrsbehinderungen
Bei dem Unfall besteht der Verdacht, dass Betriebsmittel ins Erdreich eingesickert sind. Die Feuerwehr informierte daher die Untere Wasserbehörde, die zur Begutachtung an die Unfallstelle kam. Die B 56 zwischen der Franzhäuschenstraße und der Zeithstraße wurde für die Bergung sowie die Unfallaufnahme komplett gesperrt. Die Sperrung führte allerdings nicht zu größeren Verkehrsbeeinträchtigungen und wurde bereits um 08:10 Uhr wieder aufgehoben.
Erste Zeugenaussagen deuten darauf hin, dass überhöhte Geschwindigkeit als mögliche Unfallursache in Betracht gezogen wird. Das Verkehrskommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen und wird weitere Analysen durchführen. Solche Unfälle stehen im Kontext eines allgemeinen Trends: Im Jahr 2024 wurden in Deutschland etwa 2,5 Millionen Straßenverkehrsunfälle registriert, was einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr darstellt, so zeigt die Analyse von Statista.
Statistische Einordnungen und Ursachen
Obwohl die Zahl der Unfälle mit Personenschäden auf einem Niveau bleibt, das seit 1955 weitgehend konstant ist, haben die Verkehrsminister der EU das Ziel „Vision Zero“ formuliert, das vorsieht, dass bis 2050 keine Verkehrstoten mehr zu verzeichnen sein sollen. In Deutschland fiel die Zahl der Verkehrstoten von 19.193 im Jahr 1970 auf 2.770 im Jahr 2024. Dies zeigt einen signifikanten Fortschritt, jedoch hat sich der Abwärtstrend in den letzten Jahren verlangsamt.
Die häufigsten Ursachen für Verkehrsunfälle mit Personenschäden sind ungenügender Abstand, nicht angepasste Geschwindigkeit sowie Fahren unter Alkoholeinfluss. Im Jahr 2024 gab es 40% der alkoholbedingten Unfälle, die zu Personenschäden führten, die mit 198 Toten und 17.776 Verletzten deutlich verzeichnet wurden. Der Unfall in Lohmar trägt zur Diskussion über Verkehrssicherheit und die Notwendigkeit einer verbesserten Infrastruktur bei, um die Zahl solcher tragischen Vorfälle weiter zu senken.