Am 1. Februar 2026, gegen 11:00 Uhr, wurde auf der A2 Südautobahn, im Bereich Wernberg in Richtung Italien, ein Pkw mit einer Geschwindigkeit von fast 190 km/h angehalten. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit beträgt 130 km/h. Der Fahrer, ein 51-jähriger Mann aus Wien, überschritt die zulässige Geschwindigkeit um mehr als 50 km/h, nachdem die Messtoleranz abgezogen wurde. Nach der Geschwindigkeitsmessung wurde eine Funkfahndung eingeleitet, und das Fahrzeug wurde später am Verkehrs-Kontrollplatz Arnoldstein von einer weiteren Polizeistreife angehalten und kontrolliert. Die Polizei nahm dem Fahrer den Führerschein vorläufig ab, untersagte die Weiterfahrt und erstattete Anzeige.
Diese rasante Geschwindigkeitsübertretung ist kein Einzelfall auf der A2. Laut blitzerkatalog.org sind derzeit 33 Blitzer-Standorte auf der Autobahn erfasst, darunter 13 feste Blitzer, 6 Blitzeranhänger und 14 mobile Blitzer. Besonders häufig treten Geschwindigkeitskontrollen in Bereichen mit Tempolimits von 60, 80 oder 100 km/h auf, insbesondere in Baustellenbereichen oder bei widrigen Witterungsverhältnissen. Die Blitzertypen, die häufig zum Einsatz kommen, sind unter anderem Multanova VR6F und Vitronic PoliScan FM1.
Bußgelder und Konsequenzen
Die Geschwindigkeitsüberschreitung hat nicht nur rechtliche Konsequenzen, sondern auch finanzielle Auswirkungen. ADAC beschreibt, dass bei einer Überschreitung der Geschwindigkeit um 51 bis 60 km/h ein Bußgeld von 480 Euro sowie zwei Punkte in Flensburg drohen. Zudem können Wiederholungstäter, die innerhalb eines Jahres mehr als zwei Geschwindigkeitsüberschreitungen von mehr als 26 km/h begehen, ein Fahrverbot von einem Monat riskieren. Ab 26 km/h Überschreitung kann grundsätzlich ein Fahrverbot verhängt werden, während Bußgelder für andere Geschwindigkeitsüberschreitungen gestaffelt sind.
Die Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen auf der A2 sind wie folgt angelegt: Bei einer Überschreitung von 0-10 km/h beträgt das Bußgeld 20 Euro, während bei 61-70 km/h bereits 600 Euro zu zahlen sind, zusätzlich zu Punkten. Bei einem Verstoß über 70 km/h kann das Bußgeld bis zu 700 Euro betragen, was ein Fahrverbot von drei Monaten nach sich ziehen kann.
Rechtliche Möglichkeiten
Verkehrsteilnehmer, die sich ungerecht behandelt fühlen oder Zweifel an der Korrektheit der Messungen haben, können innerhalb von 14 Tagen Einspruch gegen den Bußgeldbescheid erheben. Es gibt zudem die Möglichkeit, die Blitzermessungen kostenlos auf Fehler zu überprüfen, was eine sinnvolle Option darstellen kann. Beratung durch spezialisierte Anwälte kann in solchen Fällen hilfreich sein, um Punkte oder ein Fahrverbot zu vermeiden.