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In Zeithain hat die Polizei Ermittlungen gegen einen 42-jährigen Mann eingeleitet, der beschuldigt wird, Polizeibeamte tätlich angegriffen zu haben. Die Mitteilung der Polizei erfolgte am Sonntag. Die Beamten waren zu einer Wohnung an der Nikopoler Straße gerufen worden, nachdem sie mehrfach wegen erheblichem nächtlichen Lärm alarmiert wurden.
Bei dem Einsatz, der der Sicherstellung einer Musikanlage diente, schlug der Tatverdächtige mit Fäusten auf die eingesetzten Beamten ein. Glücklicherweise wurden die Polizisten nicht verletzt. Der Mann, der mit einem Blutalkoholgehalt von etwa zwei Promille angetroffen wurde, konnte schließlich unter Kontrolle gebracht werden, wie die Sachsen berichteten.
Weitere Vorfälle mit Polizeigewalt
Ein weiterer Vorfall, der in einem ähnlichen Kontext steht, ereignete sich am 17. Juni 2020. Ein Polizeibeamter, der einen Schmerzensgeldanspruch geltend machte, wurde während eines Einsatzes, in dem er und seine Kollegin eine hilflose Person unterstützen sollten, von einem alkoholisierte Täter angegriffen. Der Beklagte hatte zuvor eine halbe Flasche Whisky getrunken, und nach einer Ansprache kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der die Whiskyflasche zerbrach und der Polizeibeamte eine Schnittwunde am Handgelenk erlitt. Er musste sogar operativ versorgt werden und war bis zum 1. August 2020 dienstunfähig, bevor er seinen Dienst eingeschränkt wieder aufnahm, wie RA Kotz berichtete.
Im Rahmen des folgenden Rechtsstreits wurde der Beklagte zur Zahlung von 7.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt. Das Gericht stützte seine Entscheidung auf die Aussagen einer Zeugin sowie die Schilderungen des Klägers und berücksichtigte die Schwere der Verletzungen, die Dauer der Dienstunfähigkeit sowie die psychische Beeinträchtigung des Beamten.
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