Die Wiener Museumslandschaft hat mit der Ausstellung „Peche Pop“ im Museum für Angewandte Kunst (MAK) ein bemerkenswertes Highlight gesetzt, das mit 55.760 Besuchern zu den erfolgreichsten Ausstellungen der jüngeren Geschichte zählt. Das Interesse an der Lang-Präsentation, die noch bis zum 2. Mai 2026 läuft, ist ungebrochen. Wie Kleine Zeitung berichtet, wurden allein in den ersten Wochen bereits über 20.000 Gäste gezählt. Insgesamt verzeichnete das MAK 201.169 Besucher, einschließlich seiner Außenstellen.
Kunstinteressierte dürfen sich auf weitere Höhepunkte freuen. Ende Februar wird die neugestaltete MAK Schausammlung „Wien 1900 – Alltag. Gesamtkunstwerk“ präsentiert, die von dem Künstler Markus Schinwald konzipiert wurde. Eine weitere Neugestaltung des Bereichs „Textilien und Teppiche“ durch das Designstudio Formafantasma wird am 25. März eröffnet.
Ein Blick auf die kommende Ausstellung zu Christoph Schlingensief
In der kommenden Zeit wird auch eine Personale zu Christoph Schlingensief im MAK zu sehen sein. Unter dem Titel „Es ist nicht mehr mein Problem“ wird die Ausstellung vom 13. Mai bis 13. September 2026 präsentiert. Diese wird in Zusammenarbeit mit den Wiener Festwochen, dem Gropius Bau und den Berliner Festspielen realisiert.
Währenddessen widmet sich der Kunstverein 47m Contemporary in Leipzig vom 3. Oktober 2025 bis 24. Jänner 2026 der Ausstellung „NACH Christoph Schlingensief“. Hier werden unter anderem ausgewählte Filme und die letzte Installation von Schlingensief (1960-2010) gezeigt, welche die Grenzen von Film, Theater, Bildender Kunst und Oper überschreiten. Ziel der Ausstellung ist es, variierende Zugänge zu Schlingensiefs künstlerischer Haltung aufzuzeigen. Art-in hebt hervor, wie Schlingensief kalkulierte Setzungen mit dem Zufall des Augenblicks verbindet und dabei Themen wie Krankheit, Endlichkeit und Erlösung behandelt.
Detaillierte Einblicke und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm
Zu den wichtigsten Werken der neuen Ausstellung zählt die Installation „Der König wohnt in Mir“ von 2008, die sechs Filme sowie Fotografien aus Nepal umfasst, teilweise aufgenommen während hinduistischer Bestattungsrituale. Die Ausstellung wird begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Filmvorführungen, Gesprächen und partizipativen Formaten, das Besucher*innen die Möglichkeit bietet, sich intensiver mit Schlingensiefs Werk auseinanderzusetzen. Der Kuratoriumsbeitrag von Yana Kadykova und Erik Swars, sowie die künstlerische Beratung durch Aino Laberenz, garantieren einen vielschichtigen und tiefen Einblick in das Erbe des Künstlers.
Veranstaltungen sind unter anderem Führungen durch die Ausstellung und Filmvorführungen in der Cinémathèque Leipzig angesetzt. Diese Veranstaltungen finden ausschließlich in deutscher Sprache statt.
Im Kontext des MAK wurden auch die kommenden „Glanzstücke“ vom 10. Juni bis 27. September 2026 angekündigt, bei denen seltene Objekte aus der MAK Sammlung sowie Juwelierskunst von Van Cleef & Arpels zu sehen sein werden. Darüber hinaus wird das MAK weiterhin einen Schwerpunkt auf wesentliche Frauenpositionen im Kunstschaffen legen. 47m.info berichtet, dass unter anderem Arbeiten von Künstlerinnen wie Barbara Pflaum und Vally Wieselthier vorgestellt werden.
Die kommenden Monate versprechen eine spannende Reise durch die Kunstwelten des 20. Jahrhunderts, mit besonderen Themenschwerpunkten, die sich sowohl mit der österreichischen Kulturgeschichte als auch mit den innovativen Ansätzen zeitgenössischer Künstler*innen auseinandersetzen.