Am 26. Oktober 2025 fand in Chemnitz die feierliche Verleihung des Deutschen Umweltpreises 2023 durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier statt. Mit einem Gesamtpreisgeld von 500.000 Euro wurden wegweisende Projekte im Bereich Umweltschutz ausgezeichnet. Steinmeier betonte dabei die unentbehrliche Bedeutung des Klimaschutzes, der in der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion nicht vernachlässigt werden dürfe. Diese Thematik erlangt durch den Umweltschutz in Chemnitz, der Kulturhauptstadt Europas 2025, besondere Relevanz.
Die Preisträger des Jahres 2025 sind Prof. Dr. Sonia Seneviratne von der ETH Zürich sowie die zwei Innovatoren Lars Baumgürtel und Dr. Birgitt Bendiek vom Stahlverzinkungsunternehmen ZINQ aus Gelsenkirchen. Seneviratne wurde für ihre bahnbrechenden Forschungsmethoden zur Land-Klima-Dynamik gewürdigt, die unter anderem die Bedeutung der Bodenfeuchte für das Klimasystem aufzeigen. Ihre Arbeiten sind von großer Bedeutung, insbesondere in Zeiten zunehmender Trockenheit, wo die Verdunstung eine wesentliche Rolle spielt. Die DBU, represented by Generalsekretär Alexander Bonde, hob hervor, dass nachhaltige Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen Teil der Lösung für einen künftigen wirtschaftlichen Aufschwung sind.
Innovative Ansätze im Umweltschutz
Zusätzlich zur Forschung von Seneviratne erhält das Team von ZINQ Anerkennung für den Einsatz eines zirkulären Geschäftsmodells, das den Rohstoffverbrauch reduziert und somit den Energiebedarf senkt. Mit ihrem patentierten Mikrozink-Verfahren gelingt es ZINQ, die Zink-Deckschicht auf lediglich 10 Mikrometer zu verringern, was einer Reduktion von 80% im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren entspricht. Dies ist nicht nur umweltfreundlich, sondern trägt auch zur Einsparung von etwa 285.000 Tonnen CO2-Emissionen seit 2010 bei.
Die Verbindung zwischen Chemnitz und dem Ruhrgebiet, welches einen signifikanten industriellen Wandel durchläuft, wurde ebenfalls thematisiert. Steinmeier warf ein Licht auf den Pioniergeist und die Neugier der Preisträger, die der Gesellschaft als Vorbilder dienen können und sollen.
Der Deutsche Umweltpreis
Der Deutsche Umweltpreis wird seit 1993 von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) verliehen. Er zeichnet vorbildliche Leistungen im Umweltschutz aus und ermöglicht eine Bewerbung durch Organisationen, wobei Selbstvorschläge nicht zulässig sind. Mit der diesjährigen Vergabe wird erneut der Fokus auf innovative Lösungen und Forschungsansätze gelegt, die den Herausforderungen des Klimawandels begegnen. In Zeiten, in denen der Klimaschutz oft nicht im öffentlichen Fokus steht, ist es wichtig, diese Themen dauerhaft im Bewusstsein zu halten und entsprechende kreative Ansätze zu fördern.
Für weitere Informationen zu diesem Preis und seinen Richtlinien besuchen Sie bitte die Seite der Bundesstiftung Umwelt.