Am Samstagabend, den 29. November 2025, brach gegen 20 Uhr ein verheerender Brand in einer Metallbauwerkstatt in Roßbach, Landkreis Rottal-Inn, Bayern, aus. Laut Fireworld war der Inhaber das letzte Mal zwischen 08:30 und 09:00 Uhr im Gebäude, als alles unauffällig erschien. Kurz nach diesem Zeitpunkt waren keine Personen mehr in der Halle.
Ersten Ermittlungen zufolge nahm das Feuer seinen Ausgang an einem Stapel alter Holzpaletten, die vor der Halle lagerten. Der genaue Grund für den Ausbruch des Feuers bleibt vorerst unklar. Der Schaden an Maschinen und Gebäuden wird auf etwa 2 Millionen Euro geschätzt. Glücklicherweise wurden keine Personen verletzt. Um die Flammen zu löschen, sahen sich die Einsatzkräfte gezwungen, Teile des Gebäudes mit einem Bagger abzutragen, um besser an die Glutnester heranzukommen. Nach dem Löschen blieb die Feuerwehr vor Ort, um eine Brandwache zu stellen. Die Kriminalpolizei Passau übernimmt die weiteren Ermittlungen.
Zusätzliche Brandereignisse
In der Nacht auf Sonntag, den 30. November, kam es zu einem weiteren Brand. In einem Lagergebäude im Berger Ortsteil Sibichhausen, Landkreis Starnberg, wurden die Einsatzkräfte gegen 23:40 Uhr alarmiert, nachdem Anwohner Brandgeruch bemerkten. Die eintreffenden Feuerwehren stellten fest, dass ein Feuer in dem Lagergebäude, das auch als Werkstatt genutzt wurde, weitgehend selbst erloschen war. Der Sachschaden beläuft sich auf einen sechsstelligen Betrag an Inventar und untergestellten Fahrzeugen. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen zur unklaren Brandursache übernommen.
Brandschutzstatistik und -risiken
Die Ereignisse in Bayern kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Bedeutung der Brandschutzstatistik zunehmend ins öffentliche Bewusstsein rückt. Laut FeuerTrutz dient die vfdb-Brandschadenstatistik der Risikobewertung von Gebäudebränden in Deutschland. Diese umfassende Sammlung von Daten wird von der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) gepflegt und stellt wichtige Informationen für zukünftige Entscheidungen im Brandschutz bereit.
- Die Brandursachenstatistik erfasst Daten von verschiedenen Institutionen, darunter das Institut für Schadenverhütung und die Polizeiliche Kriminalstatistik.
- Küchen sind mit 27 % der Brandentstehungen der häufigste Ort für Gebäudebrände; in Wohngebäuden machen sie fast die Hälfte aller Brände aus.
- 83 % der Gebäudebrände ereignen sich bis zum zweiten Obergeschoss, während Brände in höheren Geschossen seltener, aber oft weit zerstörerischer sind.
- Die Forschung zeigt, dass der Zeitraum zwischen 23 Uhr und 4 Uhr ein höheres Schadenausmaß aufweist.
Angesichts dieser Vorfälle ist es ratsam, die bestehenden Brandschutzmaßnahmen zu überdenken und gegebenenfalls zu verbessern. Die vfdb ruft Feuerwehren zur Teilnahme an der Datenerfassung auf, um Erkenntnisse für den abwehrenden und vorbeugenden Brandschutz zu gewinnen. Mit einem geschätzten Aufwand von nur zwei Minuten pro Gebäudebrandeinsatz können die Daten für die Statistik erheblich erweitert werden.