Deutschland

Reinhold Würth: Umsatzverlust durch AfD-Aussagen minimal und unwichtig!

Reinhold Würth, der umstrittene „Schraubenkaiser“ aus Künzelsau, hat sich klar gegen die AfD ausgesprochen und dabei angeblich 1,5 Millionen Euro Umsatz verloren – doch der Milliardär spricht von minimalen Einbußen und bleibt optimistisch für die Zukunft seiner Würth-Gruppe!

In jüngster Zeit hat der Unternehmer Reinhold Würth, bekannt als der „Schraubenkaiser“, wiederholt seine ablehnende Haltung gegenüber der Alternative für Deutschland (AfD) deutlich gemacht. Diese klaren Positionierungen seinerseits hatten in der Öffentlichkeit eifriges Interesse und auch einige Kontroversen ausgelöst. Nun hat der fast 90-jährige Milliardär in einem Interview über die finanziellen Folgen seiner Äußerungen gesprochen, was die Gemüter erneut erhitzte.

Die Würth-Gruppe, die ihren Sitz in Künzelsau hat, ist ein globaler Marktführer im Bereich Befestigungstechnik und beliefert Kunden aus allen Gesellschaftsschichten. Anfang des Jahres meldete Würth, dass die Unternehmensführung sicherstellen möchte, dass trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten keine Entlassungen ausgesprochen werden. Stattdessen setzt man auf einen Einstellungsstopp und natürliche Fluktuation, um auch ohne Kündigungen die Mitarbeiterzahl reduzieren zu können.

Umsatzverluste minimal trotz politischer Äußerungen

Im Rahmen seiner öffentlichen Erklärungen musste Würth auch die Behauptungen über mögliche Umsatzverluste aufgrund seiner Antihaltung zur AfD zurückweisen. „Das können Sie vergessen“, erklärte er in einem Gespräch mit ntv. Laut Würth sei der angebliche Umsatzverlust gegenüber den Jahresumsätzen von über 20 Milliarden Euro „Schwachsinn“. Er räumte jedoch ein, dass es durch Kunden aus ostdeutschen Regionen einen Rückgang von etwa 1,5 Millionen Euro gegeben habe. Angesichts eines gesamten Umsatzes von 20,38 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2023 sind solche Einbußen jedoch minimal und könnten als „Petitesse“ bezeichnet werden.

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Die mediale Berichterstattung über seine Stellungnahme zur AfD wurde von Würth als übertrieben empfunden, da die Aufregung um seine Äußerungen nicht den realen Rückgang der Geschäfte widerspiegelt. „Wir haben Jahresumsätze von 20 Milliarden Euro, da können Sie eineinhalb Millionen fast nicht in Promille ausdrücken“, so der Unternehmer weiter.

Schutz von Arbeitsplätzen bleibt oberste Priorität

Der Unternehmer erläuterte auch die Herausforderungen, mit denen die Würth-Gruppe in der aktuellen Wirtschaftslage konfrontiert ist. Auch wenn Würth versichert hat, dass die Zahl der Mitarbeiter erhöht werden soll, müssen Kapazitäten aufgrund der angespannten finanziellen Situation überprüft werden. Um Entlassungen zu vermeiden, wurde ein Einstellungsstopp verhängt, wodurch Stellen, die durch Ruhestand oder andere Gründe entstehen, bestenfalls nicht nachbesetzt werden.

Würth, der einer der reichsten Männer Deutschlands ist, drückte jedoch aus, dass vollständige Arbeitsplatzgarantien in der gegenwärtigen unberechenbaren Wirtschaftslage nicht gegeben werden können. Er versicherte jedoch, dass alles getan wird, um Stellenabbau so gut wie möglich zu verhindern. Besonders in einem Familienunternehmen, das weltweit über 87.000 Mitarbeiter beschäftigt und in einer Branche agiert, die grundlegende Produkte für eine Vielzahl von Kunden liefert, hat dies hohe Priorität.

Angesichts dieser Entwicklungen bleibt die Frage, wie sich die kommenden Herausforderungen auf die Würth-Gruppe auswirken werden. Es bleibt abzuwarten, ob Würths klare Haltung zur AfD langfristige Konsequenzen für das Unternehmen mit sich bringen wird, oder ob sich der Milliardär weiterhin gegen den politisch bedingten Druck behaupten kann, ohne seine geschäftlichen Interessen zu gefährden. Diese Dilemmata spiegeln die komplexen Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Politik wider, die in der heutigen Zeit zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Eine detaillierte Betrachtung des Falls und die damit verbundenen Herausforderungen bietet ein aktueller Bericht auf www.merkur.de.


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