Kronshagen ist derzeit mit einem erhöhten Rattenbefall konfrontiert. Diese Zunahme der Rattenpopulation in Schleswig-Holstein wird auf die milde Witterung zurückgeführt. Es häufen sich Meldungen über Ratten in der Gemeinde, was sowohl auf die Tierwelt als auch auf die Gesundheit der Bevölkerung Besorgnis erregt. Das Bürgerbüro der Gemeinde, vertreten durch Sandra Schulz, hat bereits erklärt, dass aus "jedem Eck der Gemeinde" Ratten gemeldet wurden.
Um diesem Problem entgegenzuwirken, haben die Gemeinden Kronshagen und Dänischenhagen spezielle Rattenbekämpfungsaktionen ins Leben gerufen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Ausbreitung der Ratten zu verringern, da diese Tiere nicht nur Unbehagen verursachen, sondern auch Krankheiten übertragen können. Zudem sind sie dafür bekannt, dass sie Maschinen und Infrastruktur beschädigen, was zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führen kann.
Details zur Bekämpfungsaktion
Die Rattenbekämpfungsaktion in Kronshagen läuft bis zum 27. Oktober und hat einige wichtige Punkte, die die Grundstückseigentümer beachten müssen:
- Eigentümer können entscheiden, ob sie einen professionellen Schädlingsbekämpfer beauftragen oder selbst aktiv werden möchten. Dabei erhalten sie von den Gemeinden nützliche Ratschläge.
- Bei der Auslegung von Rattengift sollte darauf geachtet werden, dass dies in geschlossenen Köderboxen geschieht, um Vergiftungen von Menschen und Tieren zu vermeiden.
- Die Ordnungsämter empfehlen, die Köderboxen in der Nähe von Mülltonnen oder Kompostplätzen aufzustellen und deren Standort gegebenenfalls zu wechseln.
- Hinweise über den verwendeten Wirkstoff und den Namen des Giftes sollten an den Grundstücken angebracht werden. Nach Abschluss der Aktion müssen übrige Köder entfernt werden.
Die Gemeinde Dänischenhagen hat bereits vom 23. September bis zum 4. Oktober an einer ähnlichen Aktion teilgenommen. Das Ordnungsamt hat diesen Zeitraum gewählt, um auf die Erntezeiten zu reagieren: Sobald die Felder abgeerntet sind, suchen die Ratten vermehrt Siedlungen auf. Während einige Eigentümer aktiv teilnahmen und die notwendigen Maßnahmen ergriffen, blieben andere uninformiert und nahmen die Situation nicht ernst.
Bemerkt wurde zudem, dass im Gegensatz zu früheren Jahren keine Verwarngelder für Eigentümer eingefordert werden, die sich nicht an der Bekämpfungsaktion beteiligen. Ein Grundstückseigentümer stellte fest, dass seine Köder eher Wühlmäuse anziehen als die eigentlich gewünschten Ratten. Diese Beobachtungen verdeutlichen die Herausforderungen, die die Rattenbekämpfung mit sich bringt.
Schulz hebt hervor, dass die zweiwöchige Dauer der Bekämpfung für viele Gemeinden zu kurz sei, um wirklich effektiv gegen die Ratten vorzugehen. In Kronshagen wird deshalb darauf geachtet, dass während der gesamten Bekämpfungsphase regelmäßige Kontrollgänge stattfinden, um die Einhaltung zu überprüfen und bei Nichtbeachtung entsprechende Informationen an die Eigentümer zu verteilen.
Ein weiteres Beispiel für die Achtsamkeit der Einwohner ist Silke Umlauff, die ebenfalls an der Aktion beteiligt ist. Sie nimmt wahr, dass die Ratten sich in der Gemeinde verstärkt zeigen, jedoch stört sie dies nicht grundsätzlich. Ihr Anliegen liegt vielmehr darin, dass die Tiere nicht zu nah an Wohngebiete gelangen, da dies gesundheitliche Risiken birgt.
Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Rattenpopulation erfordern Zeit und Geduld. Die Eigentümer müssen aktiv mitarbeiten, um den Erfolg der Aktion zu sichern. Über die kommenden Wochen erwartet man, dass die Rattenpopulation in Kronshagen und Dänischenhagen durch diese koordinierten Anstrengungen deutlich reduziert werden kann.
Für detaillierte Informationen und weitere Entwicklungen zur Rattenbekämpfung in der Region können interessierte Leser hier nachlesen.
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