In der Nacht vom 17. auf 18. Jänner 2026 führte die Polizeiinspektion Westbahnhof eine umfassende Verkehrsschwerpunktaktion im Bereich des Wiener Gürtels durch. Ziel der Aktion war es, gefährliches Fahrverhalten zu unterbinden und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Wie 5min.at berichtet, wurden dabei rund 100 Anzeigen ausgestellt. Die Polizei stellte dabei massive Geschwindigkeitsüberschreitungen fest, die in einigen Fällen die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten deutlich überschritten. So wurde eine 18-jährige Lenkerin aus Serbien mit 94 km/h und ein 21-jähriger Rumäne in einem Firmenfahrzeug mit slowakischer Zulassung mit 97 km/h gemessen.

Besonders besorgniserregend ist, dass zwei Probeführerscheinbesitzer ihren Führerschein vor Ort verloren. Die Kontrollen deckten auch weitere Verkehrsübertretungen auf, dazu gehörten unter anderem das Durchdrehenlassen der Antriebsräder und nicht angezeigte Spurwechsel. Die Polizei legte besonderen Wert darauf, dass Verkehrskontrollen zur Unfallprävention unerlässlich sind, da nicht angepasste Geschwindigkeiten häufig zu schweren Verkehrsunfällen führen.

Wichtigkeit von Verkehrskontrollen

Gemäß Fachanwalt.de unterliegt die allgemeine Verkehrskontrolle in Deutschland dem § 36 Abs. 5 StVO, auch wenn der Begriff selbst nicht gesetzlich definiert ist. Die Polizei ist befugt, Verkehrsteilnehmer anzuhalten und Anweisungen von erkennbaren Polizeibeamten zu erteilen. Das Hauptziel dieser Kontrollen ist die Überprüfung der Fahrtüchtigkeit sowie des Zustands der Fahrzeuge. Dabei wird zwischen verdachtsunabhängigen (Routinekontrollen) und anlassbezogenen Kontrollen unterschieden.

Die Beamten haben die Berechtigung, Führerschein, Fahrzeugschein und Anhängerschein zu prüfen. Auch die Identität der Fahrer sowie deren Fahrtauglichkeit können überprüft werden. Weitere Maßnahmen umfassen die Kontrolle der Verkehrstauglichkeit des Fahrzeugs sowie dessen Notfallausstattung. Trotz dieser weitreichenden Befugnisse ist es wichtig zu erwähnen, dass Alkohol- und Drogentests nur bei Verdacht anordnen werden dürfen und dass diese freiwillig sind.

Verkehrssicherheit und rechtliche Konsequenzen

Die Aspekte der Verkehrssicherheit sind ebenfalls von zentraler Bedeutung. Wie Bussgeldkatalog.net erläutert, umfasst Verkehrssicherheit vielfältige Maßnahmen. Diese reichen von der Einhaltung von Verkehrsregeln über Prävention von Unfällen bis hin zur Verbesserung der Straßeninfrastruktur. Verkehrssicherheitsmaßnahmen wie Anschnallpflicht, Helmpflicht und Kindersitzpflicht sind gesetzlich geregelt und tragen maßgeblich zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei.

Bei Verstößen gegen diese Regelungen sind auch rechtliche Konsequenzen zu erwarten. Bußgelder können von 5 Euro für fehlende Verbandkästen bis zu 120 Euro für schwerere Verstöße reichen. Die Verkehrssicherheit stellt nicht nur den Schutz aller teilnehmenden Personen sicher, sondern fördert auch das Verantwortungsbewusstsein im Straßenverkehr.

Nach den bisherigen Ergebnissen der Schwerpunktaktion am Wiener Gürtel sind weitere Maßnahmen und Kontrollen in der Zukunft nicht ausgeschlossen. Die Polizei hebt hervor, dass eine kontinuierliche Überwachung und ein präventives Vorgehen notwendig sind, um die Verkehrssicherheit nachhaltig zu gewährleisten.