Real Madrid hat sich überraschend nach nur sieben Monaten von Cheftrainer Xabi Alonso getrennt. Die Entscheidung folgt auf eine Abwärtstendenz des Vereins in den letzten Wochen, die sich nach einer unglücklichen 0:1-Niederlage gegen Liverpool in der Champions League Anfang November verstärkte. Aktuell belegt Real Madrid in La Liga den zweiten Platz, jedoch mit vier Punkten Rückstand auf den Rivalen Barcelona. Auch in der Champions League steht der Klub nur auf dem siebten Platz und droht, in die Play-off-Runde abzurutschen.
Alonso, der im Sommer von Bayer Leverkusen nach Madrid gewechselt war, konnte seine erfolgreiche Zeit in der Bundesliga, wo er 2024 das Double gewann, nicht fortsetzen. Unter seiner Ägide gewann die Mannschaft 24 von 34 Spielen, mit vier Unentschieden und sechs Niederlagen, was einer beeindruckenden Gewinnquote von 71 % entspricht. Diese Leistung war die beste eines Real Madrid Trainers in den letzten zehn Jahren.
Teaminternes und sportliches Chaos
Im Zuge seiner Amtszeit kam es zu Zerwürfnissen mit hochkarätigen Spielern, darunter Vinicius Jr., und auch mit dem Präsidenten Florentino Pérez. Dies trug zur Entscheidung bei, ihn zu entlassen. Zudem verlor Real Madrid am Sonntag im spanischen Supercup-Finale knapp mit 2:3 gegen Barcelona, was die Situation weiter zuspitzte.
Nach dem Abschied von Alonso wird Álvaro Arbeloa, ein ehemaliger Spieler und bis dato Trainer von Real Madrid B, das Ruder übernehmen. Arbeloa führte die U19 in der Saison 2022-23 zu einem Triple, darunter Liga, Copa del Rey und Champions Cup. Er wird sein erstes Spiel als Cheftrainer am Mittwoch im Copa del Rey gegen den Zweitligisten Albacete bestreiten.
Die Zukunft von Real Madrid unter Arbeloa
Die offizielle Mitteilung des Vereins zu Alonsos Trennung betont, dass sie einvernehmlich erfolgte. Während Alonso’s Vertrag bis 2028 lief, erweist sich seine Zeit bei Real Madrid als kurzer, aber turbulenter Abschnitt. Arbeloa steuert nun das Team mit dem Ziel, die missratene Saison umzukehren und die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zurückzuführen.
Real Madrid, ein traditionsreicher Fußballclub, dessen Trainerhistorie bis ins Jahr 1910 zurückreicht, steht vor einer entscheidenden Phase. Unter der Aufsicht von Arbeloa möchte der Verein, der insgesamt 50 hauptamtliche Trainer hatte, eine neue Ära einleiten und sich wieder an die Spitze des spanischen Fußballs kämpfen.