
Die neu gestaltete Sportanlage in Friedeburg sticht ins Auge – strahlend grüner Rasen, blendende Tore und eine Tartanbahn, die ihresgleichen sucht! Nach rund 14 Monaten Bauzeit und Kosten von etwa 3,415 Millionen Euro präsentiert sich die Anlage in neuem Glanz. Doch der erste Eindruck täuscht: Wichtige Einrichtungen fehlen, und bei den Nutzern brodelt es!
Die Vorfreude auf die Nutzung war groß! Es gibt nun eine neue Kugelstoß- und Weitsprunganlage sowie eine Hochsprunganlage und ein Basketballfeld. Das Highlight: Ein brandneuer Kunstrasenplatz mit LED-Flutlichtanlage! Dieser wird von den Schülern der Schule „Altes Amt Friedeburg“ und den ansässigen Vereinen genutzt, darunter mehr als 150 fußballbegeisterte Jugendliche, die jede Woche trainieren. Aber wo bleibt der versprochene Multifunktionsraum? „Uns wurde zu Beginn von einem geplanten Raum berichtet“, klagt Deeke Carls vom Vorstand des TuS Strudden. Der Raum wurde jedoch nicht umgesetzt, was den Fußballern ein Dorn im Auge ist.
Unzureichende Lagerung und Toilettenprobleme
Die Vereine müssen ihr Material – für mehr als zehn Mannschaften – in einer winzigen Garage unterbringen, die völlig unzureichend ist. „Ein Raum mit Umkleidemöglichkeiten, Verkaufsbereich und Materiallager wäre der ideale Ort für uns“, so Carls. Ein Zaun trennt die Garage von der Sportfläche, was die Nutzung zusätzlich erschwert. Die Toilettensituation ist ebenfalls katastrophal! Sportler haben nur Zugang zu den Toiletten in der großen Sporthalle der Schule, die nur mit einem Transponderchip zu betreten ist – und der gehört nur den Trainern! „Früher konnten die Sportler von außen zur Toilette gehen, jetzt nicht mehr“, so Trainer Jonah Meeske. Die Haupttoiletten sind nicht mehr öffentlich zugänglich, was vor allem für die kleinen Kicker ein großes Problem darstellt.
Hoffnung auf schnelle Lösungen
Die Vereine denken kreativ und überlegen, die Toiletten des angrenzenden Freibades zu nutzen oder die kleine Sporthalle zu betreten, die jedoch an den TV Friedeburg verpachtet ist. „Es gibt mehrere Toilettenanlagen in der Nähe“, sagt Meeske. Doch bis eine Lösung gefunden wird, könnte es noch zu einigen „Wildpinklern“ an der neuen Sportanlage kommen, wenn die Kleinen nicht wissen, wohin mit ihrem Bedürfnis! Die Sportler sind dringend auf eine Lösung angewiesen, denn ein neues Sportzentrum sollte auch einen angemessenen Zugang zu sanitären Einrichtungen bieten!
Details zur Meldung