Die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in Notfällen gewinnt zunehmend an Bedeutung, insbesondere angesichts extremer Wetterereignisse, die durch den Klimawandel begünstigt werden. Vor diesem Hintergrund bietet die mobile Gruppenzapfstelle des Edelstahlspezialisten Aschl eine umfassende Lösung zur Verteilung von Trinkwasser. Seit Februar 2026 ist dieses innovative System einsatzbereit, um Feuerwehren und Zivilschutz-Behörden bei humanitären Einsätzen und Versorgungsausfällen zu unterstützen. Fireworld berichtet über die Vorteile dieser Technik.
Die Gruppenzapfstelle, die aus Edelstahl V2A gefertigt ist, zeichnet sich durch eine schnelle Aufbauzeit und Flexibilität aus. Sie kann an Wassertanks, Speicherbehälter von Transportfahrzeugen, Hydranten oder an unterbrochene Leitungen angeschlossen werden, was einen schnellen Zugang zu sauberem Wasser in außergewöhnlichen Gefahrenlagen ermöglicht. Ihre Konstruktion ermöglicht es, Kommunen ein hohes Maß an Unabhängigkeit im Katastrophenfall zu sichern, indem sie eine zentrale Komponente der Ersatzwasserversorgung darstellt.
Technische Details und Erweiterungsmöglichkeiten
Die mobile Gruppenzapfstelle ist mit genormten Feuerwehrkupplungen und vier Kugelhähnen ausgestattet und kann einen Betriebsdruck von bis zu 10 Bar aufrechterhalten. Mit einer flexiblen Anzahl an Entnahmestellen bietet der Anbieter auch Systeme mit unterschiedlichen Kapazitäten an. Beispielsweise stellt die FaltSilo GmbH mobile Trinkwassernotversorgung bereit, die ebenfalls komplett aus Edelstahl gefertigt ist und zur Trinkwasserverordnung KTW/DVGW konform ist.FaltSilo führt diesbezüglich verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Entnahmestellen und Verteilersystemen an.
Darüber hinaus dient die Gruppenzapfstelle nicht nur zur Verteilung von Wasser, sondern auch als Teil der Infrastruktur zur Trinkwassernotversorgung in Niedersachsen, welche durch die zentrale Landeseinheit (ZLE) organisiert wird. Diese Einheit hat das Ziel, kommunale Wasserversorger im Ereignisfall zu unterstützen und Trinkwasser für Betroffene, Bedarfsträger und Katastrophenschutzeinheiten bereitzustellen. NLBK Niedersachsen beschreibt die vielfältigen Möglichkeiten dieser Trinkwasserversorgung, die unter anderem den Transport in Großvolumenbehältern und die Nutzung von mobilen Wasserbassins umfasst.
Die ZLE Trinkwassernotversorgung hat bereits vielfach ihre Wirksamkeit unter Beweis gestellt. Zu den technischen Möglichkeiten zählen auch semistationäre Trinkwasserzapfstellen und die Abfüllung von Trinkwasser in Beutelgrößen von 0,25 l bis 1,0 l. Außerdem können bis zu 1.600 Beutel pro Stunde abgefüllt werden, was in Katastrophenzeiten von großem Vorteil ist. Im Rahmen dieser Kapazitäten können auch Trinkwasserbeutel aus Sattellastcontainern abgefüllt werden, was die Flexibilität und Geschwindigkeit bei der Bereitstellung von Trinkwasser erhöht.
Insgesamt stellt die Kombination von mobiler Gruppenzapfstelle und den Maßnahmen zur Trinkwassernotversorgung ein entscheidendes Element in der Katastrophenvorsorge dar. Die rasche und effiziente Wasserverteilung ist somit nicht nur für die Einsatzkräfte von Bedeutung, sondern auch für die betroffenen Bevölkerungsgruppen, die auf eine zuverlässige Wasserquelle angewiesen sind.