In einem schockierenden Vorfall wurde eine 79-jährige Frau am 20. Jänner 2026 betrogen, als ein unbekannter Mann sich unter dem Vorwand eines Wasserschadens Zutritt zu ihrer Wohnung verschaffte. Der Täter gab sich als Nachbar aus und bat um Hilfe, da angeblich die Wasserversorgung ausgefallen war. Während die Seniorin ihm in die Wohnung ließ und ihm einen Eimer Wasser füllte, entwendete der Mann ihre Handtasche, die später in einem Stiegenhaus in der Nähe, jedoch ohne Brieftasche, aufgefunden wurde. Der Dieb hatte mehrere Hundert Euro Bargeld gestohlen. Die Polizei hat mittlerweile eine Beschreibung des Täters veröffentlicht und bittet die Öffentlichkeit um Hinweise.Gailtal-Journal berichtet, dass der Mann etwa 1,90 Meter groß und mit leicht gebückter Körperhaltung beschrieben wurde. Er trug eine dunkle Hose und einen weißen Pullover mit dunklem Aufdruck und sprach mit einem leichten ausländischen Akzent.

Dieser Fall ist nicht isoliert. Wie NDR berichtet, gab es in Hildesheim und Sarstedt ähnliche Vorfälle, in denen unbekannte Täter sich als Wasserwerker ausgaben. Die Vorgehensweise ist alarmierend: Sie klingeln an Türen, behaupten, die Wasserleitungen überprüfen zu müssen, und verwenden häufig Vorwände wie einen vermeintlichen Wasserschaden oder Fragen zur Wasserqualität. In einem der jüngsten Fälle wurde auch hier einer älteren Frau Bargeld gestohlen, während der Täter sie dazu brachte, den Wasserhahn im Badezimmer aufzudrehen.

Erhöhte Vorsicht bei Betrugsmaschen

Die Polizei ist derzeit dabei zu prüfen, ob die verschiedenen Vorfälle möglicherweise in Zusammenhang stehen. Betroffene Senioren haben ähnliche Täterbeschreibungen abgegeben: Die Verdächtigen sind meist zwischen 1,80 Meter groß, zwischen 25 und 40 Jahre alt, mit kurzen dunklen Haaren und kräftiger Statur. Die Beamten bitten Zeugen, sich unter der Telefonnummer (05121) 93 91 15 zu melden. Diese Maschen, die sich gezielt gegen ältere Menschen richten, sind nicht nur in dieser Region ein Problem. Laut einer Broschüre der Polizei, die sich mit den Gefahren für Senioren beschäftigt, gibt es eine Vielzahl an Kriminalitätsformen, die diese Zielgruppe betreffen.

Die Broschüre thematisiert unter anderem die Gefahren an der Haustür, wie etwa falsche Polizeibeamte oder vorgetäuschte Notsituationen. Sie bietet auch wertvolle Tipps, um sich vor solchen Straftaten zu schützen und informiert über Risiken, die beim Erteilen von Vollmachten sowie den Umgang mit Telefonbetrügern, wie dem Enkeltrick, entstehen können. Die Aufklärung über solche Betrugsmaschen ist essenziell, um ältere Menschen zu schützen und sie für potenzielle Gefahren zu sensibilisieren. Schließliche ist eine enge Gemeinschaft und positive nachbarschaftliche Kontakte von großer Bedeutung, um Hilfe und Unterstützung zu gewährleisten.