Am 23. Jänner 2026 kam es in Bad Ischl, Oberösterreich, zu einem turbulenten Morgen, der mit einem Alarm der automatischen Brandmeldeanlage im Schülerwohnheim in der Kartrinstraße begann. Um etwa 07:00 Uhr wurden mehrere Feuerwehren alarmiert, darunter die Feuerwache Ahorn – Kaltenbach, die Feuerwehr Bad Ischl und die Feuerwehr Pfandl. Der Einsatz stellte sich allerdings schnell als Fehlalarm heraus, verursacht durch Wasserdampf, der beim Öffnen einer desinfizierten und heiß ausgespülten Dusche entstand. Dies führte dazu, dass die Rauchmelder ansprangen und die Feuerwehr zu einem Einsatz gerufen wurde, wie fireworld.at berichtet.
Nachdem die Brandmeldeanlage überprüft wurde und der Ursprung des Alarms als harmlos identifiziert wurde, entspannte sich die Situation. Zum Schutz der Einsatzkräfte wurde trotzdem ein Löschangriff vorsorglich aufgebaut. Die Besatzung des LF 1/42 erkundete die Lage mit einem Kleinlöschgerät und Atemschutz, während das LF 1/44 in Bereitstellung blieb. Der Einsatz konnte jedoch schnell beendet werden, nachdem der Fehlalarm bestätigt wurde.
Verkehrsunfall und weitere Einsätze
Unmittelbar nach dem Einsatz am Schülerwohnheim wurde die Feuerwehr erneut zur Linzerstraße gerufen, wo ein Auffahrunfall gemeldet wurde. Die Aufgaben der Feuerwehr umfassten die Verkehrsregelung und Aufräumarbeiten. Glücklicherweise gab es keine Verletzten bei diesem Vorfall. An dem Einsatz waren neben den Feuerwehren auch die Hauptfeuerwache Bad Ischl, die Polizei und zwei Mannschaften vom Roten Kreuz beteiligt.
Diese Vorkommnisse unterstreichen die Problematik der häufigen Fehlalarme, die auch in anderen Regionen wie Niedersachsen zur Herausforderung geworden sind. Laut NDR gab es im Jahr 2024 über 15.000 Fehlalarme, die nicht nur die Feuerwehren belasten, sondern auch die öffentliche Sicherheit gefährden können. Innenministerin Daniela Behrens (SPD) forderte in diesem Zusammenhang regelmäßige Wartungen der Brandmeldeanlagen, insbesondere da häufige Fehlalarme, insbesondere in Pflegeheimen, zu unnötigen Einsätzen führen.
Die Einsätze, die durch solche Fehlalarme ausgelöst werden, können nicht nur eine erhebliche Belastung für die Feuerwehr darstellen, sondern auch zu Kosten führen. Angesichts dieser Situation plädiert Behrens für rechtliche Rahmenbedingungen zur regelmäßigen Überprüfung von Brandmeldeanlagen, um die Anzahl der Fehlalarme zu reduzieren und die Einsatzkräfte effizienter einsetzen zu können.