Die niederösterreichische Landesregierung hat die Genehmigung für den Windpark Großinzersdorf II in Zistersdorf erteilt. Diese Entscheidung wurde einstimmig von den Vertretern der ÖVP, FPÖ und SPÖ getroffen. Der neue Windpark umfasst fünf Windkraftanlagen, die voraussichtlich ausreichend Strom für rund 20.000 Haushalte erzeugen werden.
Das Projekt, das von WLK energy aus Untersiebenbrunn realisiert wird, soll bis Ende 2027 in Betrieb genommen werden. Die Windkraftanlagen des Typs Vestas V162 besitzen eine Nennleistung von 7,2 MW pro Anlage und einen Rotordurchmesser von 162 Metern. Die Gesamtnennleistung des Windparks wird sich auf 36 MW belaufen. Die Errichtung umfasst zudem die erforderlichen Verkabelungen zu den Umspannwerken in Spannberg und Neusiedl an der Zaya sowie Kranstellflächen und Zufahrtswege.
Umweltfreundliche Entwicklung und Klimaziele
Die Erweiterung des Windparks ist Teil des NÖ Klima- und Energiefahrplans, der neue Ökostrom-Ausbauziele beinhaltet. In diesem Zusammenhang wurden die Photovoltaik-Ziele von 2.000 GWh auf 4.500 GWh erhöht. Auch die Windkraft-Ziele sollen von 7.000 GWh auf 8.000 GWh bis 2030 gesteigert werden. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die CO2-Emissionen in Niederösterreich weiter zu senken, die seit 2005 bereits um rund 40 Prozent vermindert werden konnten, während die Wirtschaftsleistung im gleichen Zeitraum stark gestiegen ist.
Zusätzlich sollen durch die Investitionen in die Energie-Infrastruktur und den Ausbau von erneuerbaren Energien, darunter auch Windkraft und Photovoltaik, etwa 1,6 Milliarden Euro an heimischer Wertschöpfung generiert und rund 60.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Dies wurde durch die Diskussionen im Landtag über die neuen Ausbauziele bekräftigt.
Behördliche Genehmigungsverfahren
Laut Informationen des Amts der niederösterreichischen Landesregierung wurde der Antrag für den Windpark Großinzersdorf II am 4. März 2024 eingereicht und am 17. Juni 2024 modifiziert. Die Genehmigung erfolgte nach einer positiven Umweltverträglichkeitsprüfung. Während des Verfahrens waren Stellungnahmen und Einwendungen bis zum 10. Oktober 2024 möglich. Die zuständige Behörde machte darauf aufmerksam, dass eine Bürgerinitiative zur Unterstützung mindestens 200 Unterschriften sammeln müsste.
Die erfolgte Genehmigung zeigt, wie wichtig der Ausbau erneuerbarer Energien im Rahmen der österreichischen und europäischen Klimaziele ist. Das Beispiel Österreich könnte dabei als Vorbild für die Energiewende in anderen Ländern dienen, denn der Anteil erneuerbarer Energien an der Gesamtenergiebereitstellung steigt auch in Deutschland jährlich an und wird bis 2030 auf 41 % der Bruttoendenergieverbrauchs erhöht.
Zusammenfassend wird der Windpark Großinzersdorf II nicht nur zur Stromversorgung von Haushalten beitragen, sondern auch einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Energiezukunft darstellen. WLK energy positioniert sich mit diesem Projekt als wesentlicher Akteur im Bereich erneuerbarer Energien in Niederösterreich.
Für weitere Informationen über die Entwicklung erneuerbarer Energien in Österreich und die reduzierte CO2-Emissionen seit 2005 verweisen wir auf die Berichterstattung von ÖkoNews, die Details zu den Genehmigungen von WLK energy bereitstellt, und die Zahlen des Umweltbundesamts, das die Trends zu erneuerbaren Energien zusammenfasst.