Neues Glücksspielgesetz: Österreichs Politik packt den Spielerschutz an!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Österreich plant ein neues Glücksspielgesetz: Regulierung, Spielerschutz und Lizenzen für 2026 im Fokus der politischen Debatte.

Österreich plant ein neues Glücksspielgesetz: Regulierung, Spielerschutz und Lizenzen für 2026 im Fokus der politischen Debatte.
Österreich plant ein neues Glücksspielgesetz: Regulierung, Spielerschutz und Lizenzen für 2026 im Fokus der politischen Debatte.

Neues Glücksspielgesetz: Österreichs Politik packt den Spielerschutz an!

In Österreich stehen umfassende Änderungen im Glücksspielbereich bevor. Ein Gesetzesentwurf soll in den kommenden Wochen in die politische Diskussion eingebracht werden. Der Hintergrund ist die bevorstehende Auslauf von Konzessionen für Lotterien, Online-Glücksspiel und sechs Casinos im Jahr 2027. Diese Situation erfordert dringende Maßnahmen, um den Glücksspielmarkt neu zu regulieren, insbesondere in Bezug auf den Spielerschutz. Der Budgetsprecher der SPÖ und der ÖVP haben bereits Unterstützung für eine Regulierung und verbesserte Spielerschutzmaßnahmen signalisiert, wie oe24 berichtet.

Problematisch ist, dass die vorherige Regierung es versäumt hat, eine eigene Glücksspielbehörde zu schaffen. Die Forderungen der Grünen nach einem strikten Spielerschutz stellten ein zentrales Hindernis dar. Der Spielerschutz wird auch in dem neuen Entwurf eine zentrale Rolle spielen, wobei als Vorbild das deutsche Modell mit einer zentralen Datenbank angeführt wird. Diese soll gewährleisten, dass Personen, die sich sperren lassen oder auffälliges Spielverhalten zeigen, in eine Liste aufgenommen werden und von allen Glücksspielen ausgeschlossen werden.

Regulierung und technische Hürden

Aktuell besitzen nur die Österreichischen Lotterien eine Konzession für Lotterien und Online-Glücksspiel. Internationale Anbieter, die ohne Lizenz operieren, sind von den geplanten Regelungen zum Spielerschutz jedoch nicht betroffen. Dies ist auch eine Herausforderung, da zahlreiche Anbieter um die Gunst österreichischer Kunden buhlen. Die Diskussion über die Anzahl der Lizenzen, ob beschränkt oder offen, wird ebenfalls ein Thema der politischen Debatte sein. Technische Maßnahmen zur Begrenzung des Zugangs zu nicht lizenzierten Anbietern werden diskutiert, wobei IP-Blocking als potenzielle Hürde hierfür zwar möglich, aber nicht unumgänglich ist. Alternativ könnte Payment-Blocking, das die Kontonummern nicht-lizenzierter Anbieter auf eine schwarze Liste setzt, effektiver sein.

Der Regierungsentwurf sieht außerdem vor, dass zur Teilnahme an Online-Glücksspielen Spielkonten bei den Anbietern eingerichtet werden müssen. Minderjährige müssen durch sichere Authentifizierungsmaßnahmen ausgeschlossen werden, und regelmäßige Überprüfungen der persönlichen Daten sind erforderlich. Gewinne können den Spielern nur nach Abschluss der Registrierung ausgezahlt werden. Diese Maßnahmen entsprechen einem breiten Spektrum an Spielerschutzmaßnahmen, die auch schon in der deutschen Glücksspielgesetzgebung vorhanden sind, wie auf der Webseite der Glücksspielbehörde zu entnehmen ist.

Auswirkungen der aktuellen Regelungen

Zusätzlich zu den österreichischen Bemühungen zeigt die Situation in Deutschland, dass im Bereich Online-Glücksspiel dringender Handlungsbedarf herrscht. Laut Tagesschau gelten in Deutschland rund 1,3 Millionen Menschen als spielsüchtig, während 3,2 Millionen als gefährdet eingestuft werden. Die Umsätze in diesem Bereich sind seit 2018 europaweit um 100% gestiegen und stellen für die öffentliche Gesundheit ein wachsendes Problem dar. Experten warnen vor den Auswirkungen, die unzureichende Regulierung auf gefährdete Spieler haben kann.

Eine geheime Vereinbarung der Bundesländer mit Anbietern von Online-Glücksspielen erlaubt es, gegen bestehende gesetzliche Vorgaben zu verstoßen, was den Spielerschutz erheblich untergräbt. Dies könnte das Vertrauen in die Glücksspielregulierung weiter beschädigen, während gleichzeitig die Suchtgefährdeten in eine finanzielle Schieflage geraten könnten. Der Druck auf die politischen Entscheidungsträger wächst, um eine einfache Lösung für den Spielerschutz zu finden, die nicht nur rechtlichen Anforderungen genügen, sondern auch die Sicherheit der Spieler gewährleisten kann.

Insgesamt könnte der geplante Gesetzesentwurf in Österreich jedoch einen wichtigen Schritt in Richtung eines sichereren Glücksspielumfelds darstellen, dessen Ziel es ist, sowohl eine effektive Regulierung zu schaffen als auch den Schutz gefährdeter Spieler zu gewährleisten.