In der Stadt Meißen wurde eine wichtige Neuerung für Radfahrende implementiert: Die Gerbergasse ist nun für den gegenläufigen Radverkehr freigegeben. Radfahrer, die von der Neugasse in Richtung Elbe unterwegs sind, können jetzt direkt bis zum Kleinmarkt weiterfahren, ohne in den Hahnemannsplatz abbiegen zu müssen.
Bislang mussten Radler von der Neugasse nach rechts in den Hahnemannsplatz abbiegen, was häufig nicht beachtet wurde und somit Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern begünstigte. Um diesen Sicherheitsmangel zu beheben, arbeiteten die Straßenverkehrsbehörde, der Arbeitskreis Radverkehr und wegebund Sachsen zusammen, um eine praktikable Lösung zu finden. Heute wurde der neue Streckenabschnitt offiziell eröffnet.
Neu gestaltete Radwege und Verkehrsführung
Die Markierungsarbeiten für die Strecke in der Gerbergasse, die sich von Roßmarkt bis Kleinmarkt/Martinstraßenbrücke erstreckt, sind nun abgeschlossen. An den Abzweigungen beim Kleinmarkt und der Martinstraße wurde eine klare Aufteilung geschaffen, die es Radfahrenden ermöglicht, entweder nach rechts auf die Martinsbrücke oder links in den Kleinmarkt abzubiegen. Diese neuen Wege erleichtern den Zugang zu wichtigen Zielen in der Stadt und ermöglichen es, problemlos über den Heinrichsplatz zur Altstadtbrücke und zum Elberadweg zu gelangen.
Ein weiterer geplanter Ausbau sieht vor, dass die Fährmannstraße bald eine direkte Verbindung zur B 6 und zum Elberadweg bieten wird. Laut dem Arbeitskreis Radverkehr stellt diese Regelung die sicherste und sinnvollste Lösung für alle Radfahrer aus dem Triebischtal dar, um sicher in die Innenstadt zu gelangen.
Die Sicherheit im Verkehr bleibt jedoch oberstes Gebot. Radler müssen den Vorrang des Autoverkehrs beim Abbiegen in den Kleinmarkt beachten. Autofahrer sind aufgefordert, beim Linksabbiegen in die Gerbergasse die Markierungen einzuhalten und beim Parken darauf zu achten, dass sie die Radspur nicht blockieren.
Die Regelung zur Freigabe der Neugasse für den gegenläufigen Radverkehr wurde bereits 2018 eingeführt, ohne dass es seither zu Unfällen gekommen ist. Diese positive Bilanz spricht für die Wirksamkeit solcher Maßnahmen.
Zusammenarbeit und Empfehlungen
Die Stadt Meißen ist zudem Teil der Arbeitsgemeinschaft sächsischer Kommunen zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs, auch bekannt als wegebund. Durch diese Kooperation konnte die Stadtverwaltung erneut auf wertvolle Beratung zurückgreifen, um die Freigabe der Gerbergasse zu prüfen. Frank Kutzner, Geschäftsführer des wegebunds, äußerte sich optimistisch über die wachsende Nachfrage nach Radverkehr in Meißen.
Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr empfiehlt zudem die Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr. Denn durch solche Maßnahmen können direkte Verbindungen geschaffen und die Erreichbarkeit vieler Ziele verbessert werden. Dies trägt zur Sicherheit der Radfahrer bei und fördert umweltfreundliche Mobilität.
Eine gründliche Prüfung und entsprechende Verkehrsführungen in Einbahnstraßen sind essenziell. Bedingungen wie eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h, ausreichende Witterungs- und Begegnungsbreiten sowie klare Sichtverhältnisse an Kreuzungen sind unabdingbar, um den Radverkehr sicher zu gestalten.
Für weitere Informationen zu dieser neuen Regelung und weiteren Entwicklungen im Radverkehr in Meißen lohnt sich ein Blick auf die umfassende Berichterstattung auf www.stadt-meissen.de.
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