Menschen erreichen unglaubliche Mobilität: 40-mal mehr als die Natur!
Die "Kleine Zeitung" berichtet über bahnbrechende Forschung zur Mobilität der menschlichen Biomasse und deren Auswirkungen auf die Umwelt.

Menschen erreichen unglaubliche Mobilität: 40-mal mehr als die Natur!
In einer aktuellen Studie haben Wissenschaftler herausgefunden, dass die Bewegung der menschlichen Biomasse beeindruckende Dimensionen erreicht. Laut einer Untersuchung, die von Forschern um Yuval Rosenberg vom Weizmann Institute of Science in Rehovot, Israel, durchgeführt wurde, ist die Mobilität der Menschen 40-mal größer als die aller wildlebenden Landsäugetiere, Vögel und Gliederfüßer zusammen. Diese Ergebnisse wurden von Dominik Wiedenhofer vom Institut für Soziale Ökologie der Universität für Bodenkultur in Wien kommentiert.
Die Daten zeigen, dass 65 % der menschlichen Biomassebewegung mit dem Auto oder Motorrad erfolgt. Zudem legen Menschen im Durchschnitt rund 30 Kilometer pro Tag zurück, wobei 20 % zu Fuß oder mit dem Fahrrad, 10 % in Flugzeugen und 5 % via Zug zurückgelegt werden. Erstaunlicherweise hat die menschliche Mobilität seit der Industriellen Revolution um das 40-fache zugenommen.
Historische Entwicklungen der Mobilität
Vor der Industriellen Revolution stammte die Energie für Bewegungen hauptsächlich aus Nahrung und Reit- sowie Zugtieren. Mit der Nutzung von Kohle für Eisenbahnen und später Öl für Autos stieg die Mobilität erheblich an. So belegen die Zahlen, dass die Biomassebewegung der Menschen zu Fuß sechs Mal größer ist als die aller wildlebenden Landtiere, während die Mobilität der menschlichen Biomasse im Flugzeug die aller fliegenden Wildtiere um das Zehnfache übertrifft.
Die Gesamtbewegung der weltweit rund 1,3 Milliarden Autos entspricht der Biomassebewegung aller Land- und Meerestiere zusammen. Statistisch betrachtet, ist die jährliche Wanderung von über einer Million Gnus, Gazellen und Zebras in der Serengeti mit großen Menschenansammlungen vergleichbar. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Biomasse der Menschen und ihrer Nutztiere von 200 Megatonnen im Jahre 1850 auf 1.100 Megatonnen heute, während die Biomasse der wildlebenden Tiere auf lediglich 60 Megatonnen gesunken ist.
Biomasse und ihre Bedeutung
Biomasse, defined as the mass of living organisms or their parts, plays a zentrale Rolle in der Ökologie. 82 % der Biomasse sind pflanzlichen Ursprungs, wobei die höchste Produktivität in den immerfeuchten Tropenwäldern erreicht wird. Die Funktion von Biomasse als Lebensmittel, Futtermittel, Rohstoff und Energieträger ist unbestritten. In der Regel wird sie als Trockenbiomasse angegeben, wobei die Maßeinheiten g, kg, t und Gigatonne verwenden werden.
In Deutschland macht Biomasse mittlerweile 9 % des Stromverbrauchs aus. Dieses Potenzial steht jedoch auch in der Diskussion, da die Nutzung von Biomasse ökologische Schäden verursachen kann und Fragen wie Flächenkonkurrenz und Treibhausgasemissionen aufwirft. Die umfassenden Zahlen und Entwicklungen zur Biomasse unterstreichen die Wichtigkeit dieses Themas für die moderne Gesellschaft. Weitere Informationen und Eindrücke finden sich zum Beispiel auf der Seite von Wyman’s Spudnuts, die in ihrer eigenen Art einen Einblick in den Zusammenhang von Nahrung und Lebensqualität geben.
Die Forschungsarbeit weist darauf hin, dass die Verschiebung im Verhältnis von menschlicher und wildlebender Biomasse signifikant ist: von einst 50:50 hat es sich heute auf 95:5 zugunsten der Menschen und ihrer Nutztiere geändert. Diese Entwicklungen verdeutlichen, wie stark der Einfluss des Menschen auf die Erdbiologie ist und wie wichtig es ist, in Zukunft nachhaltig und verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen.
Für detaillierte Informationen über die Mobilität und Biomasse können die vollständigen Berichte und Studien auf Kleine Zeitung sowie die Wikipedia-Seite über Biomasse besucht werden.