Die deutsche Schauspielerin Margarita Broich (64) berichtet eindringlich von den Herausforderungen des Alterns. In einem offenen Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ enthüllt sie: „Weil mir manchmal der Rücken weh tut.“ Trotz ihrer körperlichen Beschwerden bleibt sie innerlich jung und beobachtet mit Verwunderung, wie andere in der U-Bahn für sie aufstehen. „Ich freue mich, weil ich gerne sitzen möchte,“ sagt sie und beschreibt, wie das Älterwerden sie dazu bewegt, einfachere Freuden wie Strandtage mit ihrem Enkelkind zu genießen.

Die späte Ehe: Emanzipation und Vernunft

Broichs Entscheidung für die Ehe mit dem Rechtsanwalt Dirk Schmalenbach, kurz vor ihrem 60. Geburtstag, weicht von den Erwartungen an eine emanzipierte Frau ab. „Ich dachte immer, ich bin emanzipiert, ich brauche sowas nicht,“ gesteht sie. Doch die Realität stellt sich anders dar: „Letzten Endes ist man als Frau aber – auf Deutsch gesagt – doch ziemlich gearscht, wenn man unverheiratet ist.“ Die Auswirkungen dieser Entscheidung sind evident; sie reflektiert darüber, wie ihre Karriere und ihr Rollenverständnis als Mutter sie prägen. Diese späten Überlegungen zur Eheschließung kommen vielleicht aus der Erkenntnis, dass auch die Selbstständigkeit ihre Grenzen hat, wenn es um die Absicherung für das Alter geht.

Die Dynamik zwischen Broich und ihren zwei erwachsenen Söhnen aus der früheren Beziehung mit dem Schauspieler Martin Wuttke und ihrem jetzigen Ehemann zeigt eine interessante, wenn auch leicht amüsante, Wechselbeziehung. „Das ist schon lustig, weil man so eine Art Bewerbungsgespräch führt,“ erzählt sie. Es gab keine sofortige familiäre Umarmung, sondern ein langsames Herantasten aneinander. Doch nun, so sagt sie, erfreuen sie sich einer harmonischen Großfamilie.